Konzentriert schirmt Anton Spindler den Ball mit seinem Rad ab, dann ein kurzer Schwenk mit dem Vorderrad und die Kugel rollt zu seinem Partner Jamy-Lee Kirsten. Der fackelt nicht lang und zieht Richtung Tor ab.
Die beiden jungen Radballer vom RSV Stadtilm haben in dieser Saison Großes vor. „Wir wollen uns für das Finale der Deutschen Meisterschaft U17 qualifizieren“, sagen sie. Die erste Hürde haben sie vor Kurzem genommen und sich als Zweiter ihres Viertelfinales für das Halbfinale qualifiziert. Das findet am 11. April im hessischen Erzhausen statt. Um sich fürs Finale zu qualifizieren, das Anfang Mai in Moers ausgetragen wird, müssen Anton und Jamy-Lee mindestens Zweite werden.
Verein organisiert eigenes Turnier
Zur Vorbereitung spendierte ihr Verein ihnen jetzt noch ein Turnier in heimischer Halle. „Wir haben uns kurzfristig dazu entschieden und Mannschaften eingeladen, die vom Niveau her der Meisterschaft entsprechen“, erzählt Vereinsvorsitzender Marco Klotz.
Sieben Zweier-Teams traten im Duell „Jeder-gegen-jeden“ an. Für die beiden Stadtilmer begann das Turnier mit deutlichen Siegen gegen die U15 aus Stein (8:2), Bilshausen (9:0) und Laubach II (7:0) stark. Gegen Großkoschen mussten sie in letzter Sekunde den Ausgleich zum 4:4 hinnehmen. Die letzten beiden Spiele gegen Lippersdorf (0:2) und Laubach I (2:5) gingen leider verloren. So wurde es nichts mit dem angestrebten Heimsieg. Am Ende standen für Anton und Jamy-Lee zehn Punkte und damit der dritte Platz hinter den ungeschlagenen Laubachern und Lippersdorfern zu Buche.
Zukunftshoffnung für den Stadtilmer Radball
Anton Spindler und Jamy-Lee Kirsten zählen bereits seit einigen Jahren zu den Hoffnungen, um die lange Tradition des Stadtilmer Radballs auch in Zukunft fortzusetzen. Die beiden 15-Jährigen betreiben seit rund sechs Jahren ihren Sport und wurden gemeinsam bereits dreimal Thüringer Landesmeister. In der U15 qualifizierten sie sich schon fürs Halbfinale der Deutschen Meisterschaft. „Aber im Finale waren wir noch nie. Das wollen wir ändern“, sagen sie.

Mit dem ehemaligen Bundesligaspieler Ralf Hammerschmidt haben sie einen erfahrenen Coach an ihrer Seite. Und was finden sie selbst cool am Radball? „Es ist ein Sport, den nicht jeder macht“, sagt Anton. „Man braucht viel Konzentration und Koordination.“
Im Nachwuchs breit aufgestellt
Aktuell steht der RSV Stadtilm mit drei Nachwuchsmannschaften im Spielbetrieb, der U11, U15 und U17. Die U13 bereitet sich auf ihren Einstieg in den Spielbetrieb vor. „Bei den Erwachsenen hatten wir diese Saison viel Pech mit Ausfällen, konnten in der Oberliga zweimal nicht antreten“. Die Mannschaft liegt deshalb aktuell auf Platz 7. Auch in der Verbandsliga findet man sich im Mittelfeld wieder.
Besonders gefreut hat sich der RSV Stadtilm über eine Spende der Kinderinitiative Stadtilm. Diese wurde vom Dart Club, der Allianz Agentur Hiersche und dem 2-Radhaus Anderle ins Leben gerufen. Im Rahmen der Ilmdarts Open sammelte der Verein alljährlich Gelder, die dann Kindern und Jugendlichen in Stadtilm zugutekommen. „Diesmal wurden wir ausgewählt“, dankt Marco Klotz. So konnte neue Wettkampfkleidung für den Nachwuchs angeschafft werden.
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Die Stadtilmer Turnhalle wird im Laufe des Jahres noch häufiger Gastgeber von Radball-Turnieren sein. Voraussichtlich zu Pfingsten steht das nächste an.



