Jana Zöller war eine gefragte Frau. Und sie strahlte über das ganze Gesicht. Als die Organisatorin vom SV Glückauf Sondershausen sich nochmal die Anmeldungen zur Mini-WM in der Leichtathletik in Sondershausen ansah, konnte sie es kaum glauben. Mit 205 Sportlerinnen und Sportlern verkündete sie voller Stolz, dass dies ein Anmelderekord sei. „Wir hatten sogar beim Mama- und Papa-Lauf keine Startnummern mehr. Das gab es auch noch nie. Die Leichtathletik lebt und ist weiterhin sehr beliebt. Das macht einen mächtig stolz“, sagte Jana Zöller.
Die Leichtathletik lebt
Jana Zöller, Organisatorin vom SV Glückauf Sondershausen, ist stolz über das Interesse
Auf dem schmucken Gelände des Sondershäuser Göldners ging es beim Weitwurf, Weitsprung, Sprint sowie 400/800m-Lauf um Bestweiten und -zeiten. Von den großen Kindergartenkindern bis hin zum Grundschulalter war alles vertreten. Die Jüngsten waren gerade mal fünf Jahre alt, die Älteste war elf. Viel Jubel und einen Extra-Applaus gab es für den kleinen Franz Reinert vom gastgebenden SV Glückauf Sondershausen. Der Fünfjährige machte mit einem Weitsprung auf sich aufmerksam. 2,43 m schaffte er – der nächste Rekord, der in Sondershausen purzelte.

Neben den Sondershäusern, die freilich die meisten Starter hatten, waren der LV Altstadt Nordhausen, der SV Kyffhäuser Bad Frankenhausen, Arterner TV, HSG Nordhausen, SV Badra, SV Wacker Rottleberode und erstmals der MTV Greußen dabei. Dazu gesellten sich noch mehrere Einzelstarter. „Mich freut es zudem sehr, dass Greußen dabei ist. Ein großer Dank an Carina Rolle, die sich dem dort angenommen hat und für Begeisterung sorgt“, so Zöller.
Hommel gewinnt Papalauf
Beim Elternlauf, der immer wieder für große Begeisterung sorgt und so manchen Ehrgeiz weckt, waren jeweils 20 Mamas und Papas am Start. Lauf-Ass Christian Hommel holte sich dabei den Sieg, musste sich ganz schön anstrengen: „Den Spaß macht man immer mal mit, und ich wollte meiner Tochter zeigen, dass Papa schnell laufen kann. Außerdem habe ich mich gleich an früher erinnert, als kleiner Junge war ich auch bei Glückauf in der Leichtathletik.“
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Für Jana Zöller ist die Mini-WM die perfekte Möglichkeit, weitere Kinder für die Leichtathletik zu begeistern. „Wir verzeichnen hinterher immer ein hohes Interesse. Eltern melden ihre Kinder bei uns im Verein an. Das geht den anderen Vereinen auch so. Wir wollen eine Begeisterung wecken und damit dem Trend, sich wenig sportlich zu betätigen, entgegenwirken. Das gelingt uns auch ziemlich gut.“
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Die Begeisterung ist vor allem bei vielen Eltern sehr nachhaltig. Als es damals 2009 losging, fehlten Kampfrichter. Extra welche zu engagieren, war finanziell kaum machbar. So machte Jana Zöller aus der Not eine Tugend, sprach Eltern oder auch Sportler an, die Ausbildung zum Kampfrichter zu machen. Bis heute ist der überwiegende Teil noch dabei. „Das ist immer ein großes Wiedersehen. Schon einige Zeit vorher bekomme ich Anfragen, ob wieder Hilfe gebraucht wird. Das zeigt uns, dass es allen so gut gefällt und jeder seinen Beitrag leisten möchte, damit wir das hier weiter auf so hohem Niveau durchführen können“, erklärte Zöller voller Stolz.

Viel Lob gab es für die reibungslose Durchführung. So haben in jeder Altersklasse jeweils die Mädchen und Jungen einen der 50 Helfer zugeordnet bekommen. Dadurch hatte jeder einen Ansprechpartner, nichts ging durcheinander, und die Eltern konnten an der Seite alles sorgenfrei genießen.
Die Bilder:
Mini-WM in Sondershausen sorgt für Rekorde
Nach gut vier Stunden war das Spektakel vorbei, waren die Kinder ausgepowert, auch Jana Zöller: „Es hat wieder so viel Spaß gemacht. Dass wir es nun schon zum 12. Mal machen und wir immer weiter wachsen, zeigt uns, dass wir wohl einiges richtig machen.“

































