Mit einem klaren 6:1 hat der SV Arnstadt das vorgezogene Spiel vom 21. Spieltag in der Fußball-Thüringenliga beim SV Blau-Weiß Bad Frankenhausen gewonnen. Die Partie fand am Dienstagabend unter Flutlicht statt, da am regulären 21. Spieltag die Frankenhäuser das Pokalhalbfinale gegen den ZFC Meuselwitz austragen.
Momentan scheint der Wurm drin zu sein bei den Frankenhäusern. Die letzten drei Spiele gingen allesamt verloren. Dabei setzte es zwölf Gegentore, was vier pro Spiel ausmacht. Viel zu viel, um zu punkten, was auch Alexander Ludwig so bestätigte.

Es war ein Spiel, zu dem Bad Frankenhausens Trainer wenig sagen konnte. Minutenlang stand er noch auf dem Kunstrasenplatz und suchte nach Gründen. „Was soll ich dazu sagen? Wir machen es gar nicht schlecht und spielen gut mit. Am Ende aber agieren wir schlecht und nicht clever. Die letzten beiden Tore dürfen nicht fallen“, so Ludwig mit ein paar Worten. „Nun müssen wir wieder die Arschbacken zusammenkneifen“, fügte er noch an.
Arnstadt gibt keine Zulassung für Oberliga ab
Sein Gegenüber, Martin Hauswald, nahm das Ergebnis und das Spiel gerne mit. „Das Momentum liegt gerade auf unserer Seite, was wir natürlich gerne so hinnehmen. Bei Bad Frankenhausen läuft es aktuell gar nicht, was wir ausgenutzt haben.“

Mit dem Sieg pirscht sich Arnstadt an Schott Jena heran. Es sind nur noch zwei Punkte Unterschied. Aber mit dem Aufstieg wird Arnstadt nichts zu tun haben. Nur Schott Jena hat die Zulassung für die Oberliga beantragt und somit die Möglichkeit, aufzusteigen. „Das ist richtig, der Aufstieg ist für uns kein Thema. Das ändert aber nichts daran, dass wir gerne Landesmeister werden wollen“, bestätigte Hauswald.
Als Arnstadt das 1:0 durch Norman Koch schoss (18.), wachten die Hausherren auf. Vor allem Chris Schlätzer war überall zu finden und agierte torgefährlich. Als Bad Frankenhausen kurz davor war, den Ausgleich zu schießen, klingelte es wieder hinten. Wieder war es ein Konter, den Silvano Varnhagen kaltschnäuzig abschloss.
Nach dem Wechsel dann der Anschluss. Ein trockener Schuss von Kapitän Robert Ränke landete im rechten Eck. Die Partie war wieder völlig offen und die Hausherren drängten auf den Ausgleich. Ob Jerome Riedel oder Konrad Schneider, das 2:2 lag in der Luft. Genau in diese Sturm- und Drangphase legte Arnstadt in Form von Anton Lvov nach (60.).

Die Frankenhäuser versuchten alles, es wirkte aber mit zunehmender Spielzeit immer verkrampfter. Als dann Arnstadts Julian Knoll einen langen Abschlag machte und Frankenhausens Martin Wagner sich abkochen ließ, stand Patrick Hädrich goldrichtig und ließ den Ball ins Tor kullern. Kurz danach verursachte der eingewechselte Paul Hellmich einen Elfmeter, den Ben-Luca Kunz sicher verwandelte. Er war es auch, der in der Schlussminute zum 6:1-Endstand traf. Dabei schaute die gesamte Frankenhäuser Abwehr zu.



