In einem intensiven und chancenreichen Pokalspiel erreichte Landesklasse-Tabellenführer FC Union Mühlhausen mit einem verdienten 3:1 (2:0) in Sondershausen die nächste Runde. Selten zuvor in der langen Geschichte beider Teams war die Favoritenrolle so klar verteilt, obwohl die Teams in der Tabelle nur durch wenige Plätze getrennt sind. Doch die bisherigen Auftritte der Unioner unter dem früheren Bad Tennstedter Erfolgscoach Michael Pohl haben Eindruck hinterlassen.
Zu Beginn jedoch dominierte der Gastgeber. Möglichkeiten für Moritz Böse, Routinier Patrick Rothe und vor allem für Mohammad Shirzad signalisierten den Willen der Eintracht zu einem großen Pokalkampf. Doch Union blieb unbeeindruckt und lieferte mit Christian Brehms Lattenknaller aus 35 Metern ein spektakuläres Lebenszeichen. Und dabei blieb es nicht. Als Pascal Rahn auf dem linken Flügel Niclas Kliem auf die Reise schickte, bedankte der sich mit einer präzisen Eingabe, die Dustin-Diego Zeng problemlos zum 0:1 verwandelte (25.). Danach hatten beide Teams weitere gute Chancen, bevor Zeng erneut zuschlug. Nachdem er bereits vergeben hatte, holte er sich die Kugel zurück und traf im zweiten Versuch zum 0:2 (40.).
Spiel verflacht zunächst
Nach dem Wechsel verflachte die Begegnung zunächst, schien aber wieder Spannung aufzunehmen, als der eingewechselte Marcel Börold eine Flanke von Hannes Koch zum 1:2 unter die Latte köpfte (59.). Doch nun zeigte sich die Qualität der Gäste. Unter Druck zog Union das Tempo an und nur fünf Minuten nach dem Anschlusstor stellte Luan Breitbarth nach Flanke von Kliem den alten Abstand wieder her (1:3/66.).

Eintracht gab zwar auch danach nicht auf, die Gäste hätten jedoch bei riesigen Konterchancen das Ergebnis weiter nach oben schrauben müssen. Vor allem Kliem und Lukas Weingart sündigten in Serie. Am Ende blieb ein ungefährdeter Gästesieg, den auch Eintrachts Coach Axel Duft fair anerkannte. „Wir hatten unsere großen Chancen zu Beginn, als wir das bessere Team waren. Als wir durch individuelle Fehler zwei Gegentore bekamen, drehte sich das Spiel und Union hätte im zweiten Abschnitt noch höher gewinnen können.“
Kaderbreite bei Gästen ausschlaggebend
Unions Trainer Pohl zeigte sich mit der Leistung seines Teams zufrieden. „Wir sind sehr schwer ins Spiel gekommen. Nach den Toren ging es viel besser, auch wenn wir viel liegengelassen haben. Besonders habe ich mich gefreut, dass die Einwechslungen so viel Schwung gebracht haben. Das zeigt, dass wir einen guten und ausgeglichenen Kader besitzen.“


