Nach dem starken Auftritt vergangene Woche in Nordhausen haben die Thüringenliga-Fußballer des SV Blau-Weiß Bad Frankenhausen an diesem Wochenende so einiges vermissen lassen. Einstellung, Galligkeit und Fokus. All das bemängelt Trainer Marcus Dörfer an seiner Mannschaft, als das Spiel beim Stand von 1:1 gegen den FC Saalfeld abgepfiffen wurde und sich die Punkte teilten.

„Die Unentschieden gegen Heilgenstadt und Neustadt waren Punkteteilungen, bei denen wir uns geärgert haben und die Spiele hätten gewinnen können. Das war gegen Saalfeld nicht der Fall. Es war das bisher schlechteste Spiel unter meiner Leitung, was wir in den nächsten Tagen aufarbeiten werden“, spart Marcus Dörfer nicht mit kritischen Worten.

Die berühmten fünf Prozent

Aber gleichzeitig will der Fußballlehrer nicht alles infrage stellen. „Wir hatten unsere Chancen und nutzen sie wieder nicht. Was gefehlt hat, waren die berühmten fünf Prozent. Wir haben zu wenig investiert und zu körperlos agiert. Es ist oft so, dass man nach einem guten Spiel in so eine gewisse Zufriedenheit gerät. Da spielt der Gegner auch eine Rolle, der in dem Fall nicht zum besten Zeitpunkt auf uns traf. Erfolgreich sein und erfolgreich bleiben sind zwei verschiedene Dinge. Das ist ein Entwicklungsprozess, den die Jungs durchmachen.“

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Die Hausherren legten los wie die Feuerwehr. Nach einer Ecke nach nicht mal drei Minuten war es Lennart Liese, der irgendwie an den Ball kam und aus fünf Metern das Leder über die Linie wuchtete. In der Folge hatten die Hausherren weitere Möglichkeiten. Allem voran Jerome Riedel, der einen Riesen zum 2:0 vergab. Nach einer halben Stunde dann das Gegentor. Robin Ensenbach nutzte eine Fehlerkette aus und schob unbedrängt ein.

Fußball Bad Frankenhausen
Bad Frankenhausen und Saalfeld schenken sich nichts. © Julia Ritter

Erik Schneider verletzt ausgewechselt

Zuvor mussten die Hausherren gezwungenermaßen umstellen, da Denker und Lenker Erik Schneider bereits nach sieben Minuten verletzt ausgewechselt wurde. Für ihn kam Patrick Meier in die Partie.

Auch nach dem Wechsel blieb es ein zähes Spiel, in dem Bad Frankenhausen – so zumindest aus Marcus Dörfers Sicht – gleich zweimal ein Elfmeter verwehrt blieb. Einmal war es Justin Helbing, der an der Strafraumgrenze gelegt wurde, und zum anderen ein Zweikampf mit Robert Ränke. Beim Schussversuch des Kapitäns wurde „drübergehalten“, wie Dörfer es sagte. Zu allem Überfluss sprang der Ball an die Hand des Saalfelders. Der Pfiff blieb in allen Situationen aus.

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„Wir können uns darüber ärgern, aber vielleicht haben wir es auch nicht verdient. Am Schiedsrichter lag es nicht. Der eigene Anspruch muss anders sein und wir müssen mehr PS auf die Straße bekommen“, so Dörfer abschließend.