Nachdem es zunächst Gerüchte waren und der FSV Wacker Nordhausen es nicht bestätigt hat, flatterte am Donnerstagvormittag die Meldung vom Fußball-Thüringenligisten ein, dass Philipp Seeland sein Amt als sportlicher Leiter zum 30. Juni niederlegen wird.

Seit 11 Jahren ist Seeland ein prägender Teil des FSV Wacker Nordhausen. Sowohl bei Höhen als auch bei Tiefen hat er stets zum Verein gestanden und Verantwortung übernommen. Kaum jemand hat unseren Verein in den vergangenen Jahren so vielseitig geprägt wie er, heißt es in der Pressemitteilung, in der er weiterhin gelobt wird: „Ob als Trainer der 1. Herrenmannschaft, in der sportlichen Leitung, als engagierter Bambinitrainer oder in der Geschäftsstelle – Philipp hat nahezu jede Aufgabe mit Herzblut, Leidenschaft und großem Einsatz ausgefüllt. Sein Engagement ging dabei weit über das Übliche hinaus und war für unseren Verein von unschätzbarem Wert.“

Weiterhin leitete er Mitgliederversammlungen und zeigte sich als wortgewandter Moderator bei der kürzlich stattgefundenen 120-Jahrfeier.

Festveranstaltung von Wacker Nordhausen zum 120-jährigen Jubiläum
Philipp Seeland (rechts) als Moderator zum 120-jährigen Jubiläum.© Michael Liedke

Am Sonntag als Co-Trainer gegen Gera-Westvororte

Aktuell sitzt Seeland wieder auf der Trainerbank und unterstützt Stefan Wilke als Co, der ebenfalls am 30. Juni den Verein verlassen wird. Am Samstag haben sie die schwere Aufgabe vor sich, das Kellerduell gegen Aufsteiger Gera-Westvororte zu gewinnen und sich damit etwas Luft im Abstiegskampf zu verschaffen.

Philipp Seeland als Trainer im Jahre 2019.
Philipp Seeland als Trainer im Jahre 2019. © Archiv | Christoph Keil

„Eine unfassbar schöne und prägende Zeit bei Wacker endet für mich nun. Nach elf Jahren Fußball in Nordhausen heißt es jetzt: Zeit für die Familie. Ich bin dem Verein sehr dankbar für die vielen Jahre und habe in diesem Zeitraum viele tolle Menschen kennengelernt. Ich bin überzeugt davon, dass es schon bald wieder sportlich erfolgreicher werden wird. In den letzten Wochen werde ich alles dafür geben, die Thüringenliga zu halten, und freue mich schon darauf, Wacker im neuen Stadion dann als Zuschauer spielen zu sehen“, wird Philipp Seeland auf der Internetseite von Wacker Nordhausen zitiert.

Der Eisenacher wohnt in Leipzig

Der gebürtige Eisenacher Seeland wohnt und arbeitet in Leipzig, weshalb er sich zu diesem Schritt bewogen fühlte. Neben den vielen emotionalen Erinnerungen gibt es aktuell auch eine körperliche. Vor einigen Wochen, als er die Idee hatte, bei den Alten Herren mitzukicken, kugelte er sich die Schulter aus, was auch heute mit Schmerzen verbunden ist.