„Anfangs war ich ziemlich frustriert, aber jetzt überwiegt immer mehr die Zufriedenheit“, sagt Nina Hoffmann. Die Saalfelder Downhill-Fahrerin raste am Wochenende in den französischen Alpen auf der zweiten Weltcup-Station in dieser Saison auf den zehnten Platz und damit im Finallauf erstmals auch in die Punkte. Beim Auftakt in Südkorea war die junge Frau noch spektakulär gestürzt, verletzte sich und verpasste den Finallauf.
Mit verletzten Daumen in die Top 10
„Ich saß in den Tagen vor dem Weltcup kaum auf dem Fahrrad, hatte mit meinem verletzten Daumen zu tun“, sagt die Saalfelderin, die sich in der Saisonvorbereitung zunächst am linken Daumen verletzte und beim Sturz in Südkorea auch den rechten Daumen lädierte: „Beide Daumen haben auf der sehr harten Strecke in Frankreich höllisch wehgetan. Ich hatte am Ende zu tun, den Lenker festzuhalten“, sagt Nina Hoffmann, die die Qualifikation sogar auf dem sechsten Platz beendete.
Schnelle Geschwindigkeiten auf bekannter Strecke
Dabei war es nicht zwangsläufig von Vorteil, dass die beste deutsche Downhill-Fahrerin die Strecke in Frankreich sehr gut kannte. „Du kennst hier jede Kurve, da fährt jeder voll Speed“, so die für das amerikanische Werksteam Santa Cruz Syndicate fahrende Saalfelderin. Sie donnerte mit einer Höchstgeschwindigkeit von 74 km/h die steile Strecke in den Alpen hinunter – schneller war keiner in der gesamten Damenkonkurrenz, die einmal mehr die Österreicherin Valentina Höll gewann. In der Gesamtwertung kletterte sie mit den gesammelten Weltcuppunkten auf Platz 13.
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Viel ausruhen und auskurieren kann sich die Thüringerin, die jetzt in Innsbruck wohnt, allerdings nicht: Bereits am zweiten Juniwochenende geht es im österreichischen Leogang weiter. Ihre Top-Ten-Platzierung in Frankreich gibt ihr die Hoffnung, dass es in den Salzburger Bergen weiter nach vorn geht: „Es war am vergangenen Wochenende auf jeden Fall ein Schritt nach vorn.“



