In diesem Jahr feiert die Landessportschule in Bad Blankenburg einen runden Geburtstag: Der 100. Geburtstag ist nicht nur für den Landessportbund (LSB) Thüringen, sondern auch für die Schule selbst auf ihre Vergangenheit, aber auch auf die Zukunft der Einrichtung am Eingang des Schwarzatales im Landkreis Saalfeld/Rudolstadt zu blicken.
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Im Vorfeld des „Tages der offenen Tür“ an der Landessportschule, der am Sonntag, dem 6. September, stattfindet, beleuchten wir in einer zehnteiligen Serie die Geschichte der Einrichtung. Der Landessportbund Thüringen stellte die historischen Aufnahmen zur Verfügung, mit denen die bewegte Geschichte der Jubilarin illustriert wird. Das Material ist außerdem auch Teil einer Dauer-Ausstellung, die ab September in der Sportschule am Eingang des Schwarzatales zu sehen sein wird.

Zwischen Sportbertrieb und NS-Herrschaft
Mit der Errichtung der NS-Herrschaft im Jahre 1933 verändert sich auch die Situation in Bad Blankenburg grundlegend. Viele nationale Turner begrüßen zunächst die politischen Veränderungen. Die Gleichschaltung der studentischen Verbindungen und des Sports im Deutschen Reichsbund für Leibesübungen führt jedoch unter anderem auch zur Auflösung des in Bad Blankenburg beheimateten VC.
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Das Turnerschafterhaus mit Sportplatz wird im Jahr 1935 an die Deutsche Turnerschaft und nach deren Auflösung zwei Jahre später an den Deutschen Reichsbund für Leibesübungen verpachtet. Bis 1945 dient die Anlage dann als Gau-Sportschule. Neben sportlichen Lehrgängen und der Schulung von Kandidaten für Auswahlmannschaften finden in der Einrichtung in Bad Blankenburg verstärkt wehrsportliche Aktivitäten der Hitlerjugend sowie anderer NSDAP-Gliederungen statt. Während der Kriegsjahre wird die Sportschule zudem als Lazarett genutzt.




