Als Herbert Müller in der 55. Minute über seinem Kopf klatschte und Anna Szabo zum 35:24 gegen Ligakonkurrent BSV Sachsen Zwickau traf, war klar, dass er zufrieden sei. Der Trainer der Bundesliga-Handballerinnen des Thüringer HC konnte damit im letzten Test vor dem vorschnellen Pflichtspielstart einen klaren 39:26-Sieg beklatschen und mit einem guten Gefühl gen bayrische Landeshauptstadt zum Supercup gegen die HSG Blomberg-Lippe (Samstag, 15 Uhr) fahren.

Besuch in Mühlhausen ist Ehrensache

Handball Mühlhausen
Kim Ott (am Ball) bekam von Trainer Herbert Müller in Mühlhausen Sonderlob. © Martin Abe

Das letzte Testspiel in Mülhausen war keine Selbstverständlichkeit. Im Normalfall wäre eineinhalb Tage vor einem Finale solch eine Partie kaum möglich. Aber für die benachbarten Freunde aus Mühlhausen kam eine Absage nicht infrage. „Ehrensache“, meinte Geschäftsführer Maik Schenk. „Die enge Verbundenheit zu Mühlhausen machte es möglich. Normalerweise hätten wir das Spiel abgesagt. Aber das wollten wir nicht und haben uns bewusst dafür entschieden. So war es aber klar, dass die zweite Reihe mehr Einsatzzeiten bekommen hat. Das war auch im Vorfeld so abgesprochen.“

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So kam es auch: Die zweite Sieben startete in den Test und Zwickau nutzte dies zunächst aus, führte teils mit zwei Toren. Der Puls des sonst sehr impulsiven Trainers Müller blieb aber unten. Er vertraute auf seine Aufstellung und so konnten sich unter anderem Kim Ott oder Laura Kuske im Tor beweisen. Beide bekamen Sonderlob.

Müller zufrieden mit der zweiten Reihe

„Ich bin zufrieden mit dem Spiel, auch mit der Anfangsphase. Der Druck war schon recht groß. Deshalb habe ich gesagt, dass sie definitiv eine Viertelstunde spielen werden, ohne Angst zu haben, nach einem Fehler ausgewechselt zu werden. Wir bräuchten mehr solcher Spiele, wo wir sowas testen können. Auch mit vier Spielerinnen im Rückraum oder das 7:6 hat in der Konstellation gut funktioniert“, erklärte Müller.

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Da durfte man sich freuen: Gegen Zwickau gab es am Ende einen klaren Sieg. © Martin Abe

9 Uhr Videostudium, 10 Uhr Abfahrt

Dann ging es ab ins Bett., da es am Freitagvormittag mit dem Bus losging. 9 Uhr noch Videostudium und 10 Uhr Abfahrt. In München ankommen, im Hotel einchecken und dann Training. „Es kribbelt schon seit Tagen und nun immer mehr. Wir freuen uns riesig“, gab Müller noch mit.