Viel bitterer kann eine Heimniederlage nicht sein: Fußball-Thüringenligist FSV Preußen Bad Langensalza hat in der Partie gegen die Spielvereinigung Geratal fast durchgehend das Duell bestimmt und war dem Kontrahenten überlegen. Genützt hat das den Preußen jedoch nichts. Am Ende stand ein 0:1 (0:0), das durch einen Gästetreffer des eingewechselten Ersid Fikaj in der Nachspielzeit (90.+3) zustande kam.
Als Neunter kann Bad Langensalza die Pleite tabellarisch zwar verschmerzen. Bitter war sie laut Preußen-Trainer Thomas Wirth trotzdem. „Wir waren 90 Minuten lang die bessere Mannschaft, haben alles gegeben“, berichtete Wirth. Tim Weißenborn hätte die Hausherren in der Anfangsphase schon in Front schießen können, vergab jedoch zwei Riesenmöglichkeiten (7./9.).
Den drüberzuschießen, das geht eigentlich gar nicht.
Thomas Wirth, Trainer des FSV Preußen Bad Langensalza, nach einer Riesenchance seines Teams in der 90. Minute
Geratal stand tief, entwickelte aber nie Gefahr. Anders Bad Langensalza, die jedoch auch Pech hatten. Lukas Röseners Kopfball flog in der 70. Minute lediglich an die Latte, und in der absoluten Endphase wurde es dann besonders wild: Zunächst brachte der eingewechselte Elshan Aliyev eine Hereingabe von Ben Seifert aus eineinhalb Metern nicht in Geratals Gehäuse unter.
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„Den drüberzuschießen, das geht eigentlich gar nicht. Selbst wenn du das willst, schaffst du das anschließend nicht nochmal“, sagte Wirth. Im Gegenzug konterten die Gäste, Fikajs Schuss wurde zweimal abgefälscht und landete dann im Preußen-Tor.
In dem stand der aus Personalnot erst am Vortag verpflichtete Maximilian Deubner, der vorher in der Kreisoberliga aktiv war. „Ich kannte ihn selber nicht, habe ihn erst am Spieltag kennengelernt“, erklärte Wirth.



