Bei den Thüringer Berglauf-Landesmeisterschaften im Rahmen des 25. Bergbahnlaufs in Lichtenhain hat sich Leonhard Rose eindrucksvoll durchgesetzt. Der für die LG Ohra-Energie startende Eisenacher Student, der sich in der Thüringer Laufszene in kurzer Zeit einen Namen gemacht hat, bestätigte erneut seine starke Form.

Lauf parallel zur steilsten Standseilbahn der Welt

Der Berglauf führte entlang der Steilstrecke der Oberweißbacher Bergbahn, der steilsten Standseilbahn der Welt, über eine Distanz von 4,1 Kilometern mit einem Höhenunterschied von rund 330 Metern. Rose beschreibt die Strecke als kompromisslos: „Waldwege, Trails und teilweise Steigungen von bis zu 18,6 Prozent, also vom Start weg kein Abtasten, sondern direkt Vollgas.“ Auch die Bedingungen mit rund 10 Grad Celsius und Wind machten den Wettkampf anspruchsvoll. Am Ende stoppte die Uhr für ihn bei 18:10 Minuten. Zum Vergleich: Die Bergbahn benötigt für die aus zwei Abschnitten bestehende Strecke (Standseilbahn und Flachstrecke) mehr als eine halbe Stunde.

„Das Rennen war von Beginn an sehr intensiv. Da die Strecke relativ kurz ist, musste man ab dem ersten Meter Druck machen“, schildert Rose. Besonders spannend: Bis etwa Kilometer 3,4 lag der spätere Zweitplatzierte, Daniel Claus, nur 15 bis 20 Meter zurück. „Gerade an den steilsten Passagen war es körperlich eine echte Laktatbelastung“, so Rose. Dennoch konnte er sich auf dem letzten Plateauabschnitt behaupten und den Sieg sichern.

Lauf
Siegerehrung der Männerkonkurrenz: Leonhard Rose gewann vor Daniel Claus (links) und Marcel Krieghoff. © M. Krieghoff

In der offenen Wertung folgte Claus (SV Sömmerda) in 18:26 Minuten auf Rang zwei. Dritter wurde Marcel Krieghoff (SC Impuls Erfurt) in 18:52 Minuten. Bei den Frauen siegte Sandrine Hilke (U20, LV Gera) in 25:00 Minuten vor Anke Härtl (25:38) und Katja Leimbach (beide GutsMuths-Rennsteiglaufverein/26:37).

30 Sekunden fehlen zum Streckenrekord

Für Rose war der Sieg nicht nur ein weiterer Titel, sondern auch eine gute Standortbestimmung: Mit seiner Zeit fehlen ihm nur noch rund 30 Sekunden auf den Streckenrekord von 17:40 Minuten – eine Marke, die er für die kommenden Jahre ins Visier nimmt. Schon am kommenden Wochenende wartet mit dem Pfingstmeeting in Ohrdruf für den Vielstarter der nächste Wettkampf.