Beim MXGP of Europe im Westen von Frankreich, musste Tom Koch, MRT Racing Team Beta, von seinen hart erkämpften Punkt, den für das erste Rennen bekam, wieder hergeben. Nachträglich bekam er eine Strafe und fiel damit aus den Punkterängen.
Anders, aber nicht wesentlich besser als am vergangenen Wochenende in Spanien präsentierte sich das Wetter im westfranzösischen Saint Jean D’Angely, knapp 50 Kilometer östlich der Atlantikküste. Regen, Wind und trockene Phasen wechselten sich permanent ab und sorgen so für ständig verändernde Bodenverhältnisse auf der ohnehin anspruchsvollen Strecke, auf der schon mehrfach das Motocross der Nationen ausgetragen wurde. Für Tom Koch begann es im Zeittraining eher zäh, bis er den richtigen Rhythmus fand. Die Zeiten lagen dicht beieinander und es fehlte ihm mit Platz 25 nur knapp eine Sekunde auf den Zwölften.
Also war der Start in das Qualifikationsrennen für eine gute Platzierung wichtig. Aber zu einem schlechten Start gesellte sich in der dritten Runde noch ein Sturz, der eine bessere Platzierung als Rang 22 nicht zuließen. „Ich habe mich gut gefühlt. Auch die große Zuschauerzahl hat zusätzlich motiviert. Zum Qualirace fing es an zu regnen und machte die Strecke weich. Nach dem Zeittraining hatten wir das Fahrwerk auf Hartboden eingestellt, was mir nun zum Verhängnis wurde“, sagte Tom Koch nach dem Rennen.
Im ersten Rennen fuhr der Wormstedter nach mäßigen Start in den Top 20 mit, verbesserte sich auf Platz 18, fand aber nie einen Weg, um weiter nach vorne zu kommen. Nach einigen Positionskämpfen kam er als 20. ins Ziel und hatte sich mühsam einen Punkt erkämpft. Und dieser Punkt wurde ihm aberkannt, als er bei einer technischen Kontrolle, zu der er nach dem Rennen zufällig ausgelost wurde, wegen eines zu lauten Auspuffs um fünf Plätze nach hinten versetzt wurde.
Der zweite Lauf wurde bei trockener Witterung gestartet. Mühsam stellte er den Anschluss an das Mittelfeld her und verbesserte sich bei zur Rennmitte einsetzenden starken Regen in der letzten Runde auf den 17. Platz. Mit diesen vier Punkten liegt er in der WM-Wertung aktuell auf Platz 22.
„Es war ein bescheidenes Wochenende. Ich hatte mir mehr erhofft. Für solche Ergebnisse habe ich nicht den ganzen Winter hart trainiert. Aber jammern hilft nichts. Ich richte den Blick nach vorne. Nun habe ich eine Woche Pause, erhole mich zu Hause und bereite mich auf die Rennen in Riola Sardo auf Sizilien vor“, berichtet Koch während der 1300 Kilometer langen Heimfahrt.


