„Heute ist es endlich mal wieder so gelaufen, wie ich mir die Saison vorgestellt habe. Bei den ersten Rennen ist überhaupt nichts zusammengegangen. Die Strecke hier war wieder sehr anspruchsvoll und nach dem vielen Regen sehr gut vorbereitet. Ein bisschen wehmütig werde ich nun schon, wenn ich daran denke, dass dies mein letztes Rennen gewesen sein soll“, sagte Tim Koch nach der Veranstaltung in Holzgerlingen und sorgte bei den Fans für erstaunte Blicke.

Die ADAC MX Masters in Baden-Württemberg nutzte der 32-jährige Wormstedter nämlich, um sich vom Motocross-Zirkus zu verabschieden und sein Karriereende zu verkünden. „Ich bin nun über 28 Jahre Motocross gefahren. Besonders schön waren die Jahre, in denen ich mit meinem Bruder Tom zusammen am Gatter stand. Ich hatte immer die volle Unterstützung der Familie in all den Jahren. Jetzt ist die Zeit gekommen, an die Zukunft zu denken“, erklärte er am Mikrofon des Streckensprechers.

Motocross Wormstedt
Tim Koch will sich künftig mehr seinem Privatleben widmen.© Kai Brake

Koch gelingt versöhnliches Ende mit drei Punkterängen

Obwohl es in der Woche vor der Veranstaltung in der Region um Stuttgart heftig geregnet hatte, präsentierte sich der Holzgerlinger „Schützenbühlring“, einer Naturstrecke mit hartem Untergrund, bestens für die Rennen vorbereitet. Fast fünfzig Fahrer versuchten am Samstag in zwei Gruppen für einen der 40 Startplätze in den drei Rennen zu qualifizieren. Tim Koch löste diese Aufgabe ohne Probleme mit dem neunten Rang in seiner Gruppe.

Beim ersten Rennen am Samstagnachmittag hatte Tim Koch einen guten Start. Als Vierter bog er nach der Startkurve in die erste Runde ein und beendete diese als Fünfter. In rundenlangen Positionskämpfen kam er zur Rennmitte kurz von der Strecke ab, konnte einen Sturz verhindern, kam aber dadurch aus dem Rhythmus und wurde am Ende Zehnter. Einen Tag später folgten die Ränge elf und neun, mit denen er zufrieden war. Nach Schwierigkeiten zu Anfang der Saison konnte er die ADAC-MX-Masters-Meisterschaft mit dem versöhnlichen 15. Rang abschließen.

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Die letzte Veranstaltung steigt Ende September in Thurm

Wie geht es nun genau weiter? „Ich werde mich im elterlichen Betrieb mehr einbringen, eine eigene Wohnung bauen und natürlich eine Familie gründen, mit allem, was dazu gehört. Beim letzten Lauf DM Open Ende September in Thurm werde ich noch an den Start gehen, um auch dieses Kapitel abzuschließen. Sicher werde ich weiter eine Maschine in der Garage stehen haben und mit den Kumpels ein paar Runden drehen. Weiterhin will ich auch Lehrgänge für den Nachwuchs veranstalten und auch meinen Bruder bei dem einen oder anderen Rennen unterstützen. Die Zeit im aktiven Sport hat mein Leben geprägt. Ich habe sehr viele interessante Menschen kennengelernt. Die Zeit möchte ich nicht missen“, erklärte er abschließend.