Auf längeren Autofahrten hat man viel Zeit, nachzudenken. Tom Eismann nutzte die Heimreise aus dem französischen Obernai südwestlich von Straßburg, um die vergangenen zwei Wochenenden auszuwerten. Das Resümee zum Start in die neue Triathlon-Saison des Teams Weimarer Ingenieure fällt dabei durchweg positiv aus: „Platz neun in der 1. Bundesliga, jetzt der zweite Platz in Itzehoe in der zweiten Bundesliga Nord. Damit bin ich schon sehr zufrieden, muss ich sagen.“
Tatsächlich war Eismann nämlich nicht mit in Itzehoe. Dort vertraten ihn Detlev Schmolinske und Gunnar Hädrich vom HSV Weimar. Der Chefcoach der Ingenieure betreute derweil Alexander Kull bei einem Rennen der PTO (Professional Triathletes Organisation) in Frankreich. Der Thüringer lieferte über die 100-Kilometer-Strecke eine starke Leistung ab und sicherte sich hinter Dorian Muller aus Frankreich und dem deutschen Top-Athleten Johannes Vogel den dritten Platz. „Ich freue mich für Alex, dass er nach seiner fast zwei Jahre langen Leidenszeit wieder dieses Niveau hat“, sagte Tom Eismann zur Leistung Kulls beim Profirennen.
Alexander Kull sammelt Punkte für Rennserie und auch Preisgeld
Die PTO ist eine internationale, von Profi-Athleten mitbegründete Interessensvertretung mit Sitz in London. Ihr Ziel ist es, den Triathlonsport zu professionalisieren, attraktiver zu vermarkten und den Athleten mehr Mitspracherecht und finanzielle Sicherheit zu bieten. Die Organisation veranstaltet eine eigene hochkarätige Rennserie, die T100 World Tour. Diese Rennen werden über eine spezielle Distanz ausgetragen: 2 km Schwimmen, 80 km Radfahren und 18 km Laufen. An solch einem Rennen nahm Kull teil und konnte neben den Punkten für die Serie sogar etwas Preisgeld einsacken.

In Itzehoe, wo die 2. Bundesliga Nord in die neue Saison startete, rannte derweil der Jenaer Theo Sonnenberg allen davon und sicherte sich den Sieg. Durch die guten Platzierungen von John Heiland (7) und Leon Fischer (17) wurden die Weimarer sogar Tageszweiter, nur eine Platzziffer hinter dem Sieger aus Köln. Thorben Hädrich als Vierter im Bunde kam auf Rang 40 ins Ziel, spielte für die Mannschaftswertung aber keine Rolle. „Man muss bei Thorben bedenken, dass ihn eine Krankheit im Winter ausgebremst hat. Da haben ihm in Itzehoe jetzt hintenraus ein paar Körner gefehlt. Für Theo freue ich mich zudem, weil er in den vergangenen beiden Jahren vor allem beim Schwimmen viel investiert hat. Das zahlt sich jetzt allmählich aus“, erklärte Tom Eismann.
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In Verbindung mit dem Erstliga-Auftakt am vergangenen Wochenende kann der Trainer also auf einen guten Saisonstart zurückblicken. Mit Blick auf die 2. Bundesliga hat man sich sogar noch Luft nach oben gelassen. Schließlich steigt bereits am 28. Juni beim Kulturstadt-Triathlon das Heimrennen, welches man in den vergangenen beiden Jahren jeweils gewonnen hatte. „Und da können wir natürlich nicht schon in Itzehoe gewinnen“, sagte Tom Eismann mit einem lauten Lachen. Dem Coach ist freilich bewusst, wie schwer es im Weimarer Schwanseebad werden wird, erneut Platz eins zu holen.



