Der SC 03 Weimar feilt weiter kräftig an seinem Kader für die kommende Landesklasse-Saison. Ein wichtiges Element ist für die sportliche Leitung und den Vorstand des Fußballklubs dabei auch der eigene Nachwuchs. Gleich fünf Spieler von den A-Junioren werden den Schritt in die erste Mannschaft unter Trainer Ronny Schneider gehen.
Frederic Pabst, Jamey Liebeskind, Charlie Weiß, Matti Dziomber und Franz Raderecht sind allesamt Akteure, die bereits Erfahrung in der Landesklasse gesammelt haben. „Das soll nicht heißen, dass für die anderen Jungs, die jetzt in den Männerbereich hochkommen, die Tür zu ist. Im Gegenteil. Dem gesamten Verein ist bewusst, wie wichtig die Nachwuchsarbeit ist, um langfristig erfolgreich zu sein. Und ich muss sagen, da haben alle unsere Trainer in dieser Saison und auch schon in den vergangenen Jahren einen überragenden Job gemacht“, erklärte Vorstandsmitglied Olaf Deregowski.
Kein Verein aus der Region hat so viel Nachwuchsteams auf Landesebene
Ein Blick auf die Zahlen und Fakten zeigt den sichtbaren Erfolg. Von den A- bis zu den D-Junioren spielen die Weimarer auf Landesebene in den höchsten Ligen. Einzig die C-Junioren spielten in der Landesklasse, gewannen dort jedoch ihre Staffel vor dem ZFC Meuselwitz. In dieser Häufigkeit ist das mit Blick auf den Nachwuchs in Weimar und im Weimarer Land einmalig.

Dabei haben gerade die älteren Jugendmannschaften im Vergleich mit den anderen Thüringer Vereinen ein paar Standort-Nachteile. Ab Oktober ist der Kunstrasen auf dem Weimarer Lindenberg ausgebucht. Die Jugendteams müssen sich teilweise einen Platz teilen. „Dass die A-Junioren unter diesen Voraussetzungen trotzdem Dritter werden, ist richtig stark und zeigt das Potenzial dieses Jahrgangs“, sagte Deregowski. Er will hier aber der Stadt keinen Vorwurf machen. Eher sei man froh, dass am Wimaria-Stadion jetzt die beiden neuen Kunstrasenplätze entstehen und im kommenden Winter für enorme Entlastung sorgen werden.
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Und für die Akteure, die es nicht sofort in die erste Mannschaft schaffen, gibt es jetzt wieder eine Reserve. Die stieg nach ihrer Neugründung im vergangenen Sommer jetzt in die 1. Kreisklasse auf und bekommt mit Markus Haubold auch einen neuen Trainer. Er wechselt von Grün-Weiß Großobringen an den Lindenberg, wo sein kleiner Sohn schon eine Weile im Nachwuchs aktiv ist. Das Trainerteam der zweiten Männermannschaft wird außerdem durch Eduard Deregowski und Ulf Kratzius ergänzt.

„Wir haben natürlich ein paar Routiniers in der Mannschaft, aber ich freue mich, dass wir in der Zweiten auch einige Spieler aus der Jugend in den Männerbereich integrieren“, sagte Haubold. Und auch der sportliche Leiter Danny Voigt bestätigte, dass die jungen Spieler, die den Nachwuchs des SC durchlaufen haben, mindestens Kreisliga-Niveau haben sollten. Der Abstand zur ersten Mannschaft dürfe auch nicht so groß sein. Langfristiges Ziel ist es, mit der Zweiten wieder Kreisoberliga zu spielen.



