Im Sommer sagte Georg Missale seinem Heimatverein, dem HBV Jena, ade. Der 23-jährige Handballer wechselte zum HSV Apolda, der zurück in die Handball-Regionalliga aufgestiegen war. Nach zwei Siegen zum Saisonstart ist ein Anfang in Sachen Klassenerhalt gemacht. Im exklusiven Interview sprachen wir mit dem Linksaußen darüber, wie er sich in der Mannschaft eingelebt hat, was sein persönliches Ziel ist und welche Vereine noch für einen Wechsel in Frage kamen.

Zwei Siege zum Saisonstart fühlen sich gut an, oder?

Ja, das ist natürlich ein guter Anfang. Gegen Magdeburg und Freiberg waren es gleich zwei Vier-Punkte-Spiele. Ich denke, die beiden Vereine sind zwei Abstiegskonkurrenten von uns und da war es extrem wichtig, diese Spiele zu gewinnen.

Warum haben Sie im Sommer den HBV Jena verlassen und sind jetzt in Apolda gelandet?

Beim HBV hatten wir jetzt drei Jahre vergeblich versucht, wieder aufzusteigen. Der Verein plante einen Umbruch und da habe ich letztlich die Perspektive für mich nicht mehr gesehen. Mein Anspruch ist es schon, mindestens Regionalliga zu spielen. Ich habe mich für den HSV Apolda entschieden, weil es auch von der Nähe her passt. Die Fahrtzeit ist kaum länger geworden. Außerdem kenne ich den Verein, die Trainer und Spieler schon ein wenig.

Angebote von Thüringer Vereinen ausgeschlagen

Es kam kein anderer Verein in Frage?

Der HC Burgenland wäre für mich interessant gewesen, es hat aber nie ein Gespräch gegeben. Die hatten sich auf meiner Position noch mit einem Spieler verstärkt und ich wollte nicht die Nummer drei sein. Ich habe mir in Apolda deutlich mehr Spielzeit versprochen, was sich ja bisher auch bewahrheitet hat. Aus Thüringen gab es zwar Anfragen von Vereinen, aber die spielen eben nur Thüringenliga.

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Sie sind bisher gesetzt gewesen auf Linksaußen. Kommen Sie mit diesem Druck klar?

Großen Druck verspüre ich eigentlich nicht. Ich versuche, meinem eigenen Anspruch gerecht zu werden und so gut es geht das zu liefern, was ich kann. Mit der neuen Rolle hatte ich aber durchaus etwas zu kämpfen.

Wie meinen Sie das?

Ich habe in Jena mit Hendrik Vogt ein gutes Verhältnis gehabt. Wir waren richtig gut eingespielt. In Apolda spiele ich mit neuen Akteuren zusammen, damit muss ich erst einmal klarkommen. Ich bekomme zum Beispiel weniger Anspiele, egal ob im Training oder im Spiel. So hat jede Wurfchance noch ein höheres Gewicht. Gegen Freiberg habe ich einige Möglichkeiten vergeben, war aber mit meiner Abwehrleistung zufrieden und konnte Akzente setzen.

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Der HSV Apolda will den Klassenerhalt. Was ist abseits davon Ihr persönliches Ziel?

Prinzipiell will ich mir beweisen, dass ich in diese Liga gehöre. In unserem Abstiegsjahr in Jena war ich sehr gut und diese Leistung möchte ich wiederholen, vielleicht sogar toppen.

Wie stehen die Chancen in Dresden bei der Zweitliga-Reserve des HC Elbflorenz?

Vergangene Saison habe ich die Liga nicht so sehr verfolgt, aber Dresden hat oben mitgespielt und wie wir jetzt zwei Spiele gewonnen. Ich denke, wir brauchen uns nicht zu verstecken. Sie spielen auch gern mal offensivere Abwehrvarianten. Damit kamen wir gegen Freiberg ganz gut klar. Wir haben auf jeden Fall die Erfahrung und Klasse, auch in Dresden etwas mitzunehmen.

HC Elbflorenz Dresden II - HSV Apolda: Sonntag, 13. September, 17 Uhr.