Am kommenden Samstag (20 Uhr) will der ThSV Eisenach bei der MT Melsungen den noch fehlenden theoretischen Zähler für den Klassenerhalt in der Handball-Bundesliga holen. Doch die Ausgangsposition vor der Partie in der Rothenbachhalle in Kassel ist einen Tag nach der Trennung von Manager René Witte auch im Team personell problematisch.

Heinevetter laboriert, vielleicht muss Gorobtschuk einspringen

Schwer wiegt vor allem der Ausfall von Abwehrchef Philipp Meyer, der sich im Training verletzt hat. Daneben fehlen Dominik Solak (Handbruch) sowie Max Beneke. Auch Torhüter Silvio Heinevetter, der von 2020 bis 2022 für die Melsunger Turngemeinde 1861 spielte, plagt sich noch mit seiner Fingerverletzung herum. So könnte eventuell Teammanager Stanislaw Gorobtschuk als zweiter Keeper einspringen müssen. Matija Spikic, die Nummer eins, ist jedenfalls ausgeschlafen. „Das Baby schläft derzeit gut. Meine Schwiegermutter ist da, hilft uns gerade“, berichtet Spikic, der sich mit Frau Ana vor wenigen Tagen über die Geburt von Söhnchen Lovro freuen durfte.

„Wir werden unsere Chance suchen. Gegen Top-Spieler auf Seiten der Gastgeber werden auf uns defensiv viele Aufgaben warten“, erklärte Trainer Sebastian Hinze, der selbst bis zum Spieltag erst einmal wieder einigermaßen fit werden muss. „Wir müssen konsequent abschließen, meinen Torwartkollegen Nebojsa Simic nicht ins Spiel kommen lassen“, betont Torwart Spikic.

DAIKIN HBL HANDBALL HERREN 1. BL  23. SPIELTAG THSV EISENACH - HC ERLANGEN
Torhüter Silvio Heinevetter (ThSV Eisenach) laboriert immer noch am ausgekugelten Finger.© FUNKE Foto Services | Sascha Fromm

Während die Eisenacher dreimal auswärts ungeschlagen sind (Leipzig, Kiel, Minden), kassierten die Melsunger zuletzt zwei Liga-Niederlagen in Folge (Flensburg, Rhein-Neckar Löwen). Die Nordhessen holten sich ihr Selbstvertrauen in der European League gegen Porto und zogen nervenstark ins Final Four gegen Kiel, Flensburg und Montpellier ein.

Aktuelle Nachrichten zum ThSV Eisenach:

Im Hinspiel gab es im Nachbarschaftsduell eine 27:29-Niederlage mit dem 2,15-Meter-Riesen Dainis Kristopans. Doch mit Unterstützung der vielen Eisenacher Fans sind auch in Kassel bei voller Konzentration durchaus die nächsten Auswärtspunkte drin, glaubt nicht nur Linksaußen Timothy Reichmuth.