Der ThSV Eisenach muss für den offiziellen Klassenerhalt in der Handball-Bundesliga noch etwas warten. Gegen TBV Lemgo unterlag das Team von Trainer Sebastian Hinze verdient mit 34:38 (14:15). In der mit 2850 Zuschauern erneut ausverkauften Werner-Aßmann-Halle fiel die Vorentscheidung durch eine Schwächephase direkt nach der Pause. Gewinnen aber am Samstagabend Wetzlar (gegen Erlangen) oder Minden (in Gummersbach) ihre Partien nicht, ist der ThSV auch theoretisch nicht mehr einzuholen.

ThSV Eisenach wieder mit Teammanager Gorobtschuk im Tor

Der TBV Lemgo spielt bisher eine ausgesprochen starke Saison, auch wenn der letzte Sieg tatsächlich drei Monate her ist (39:32 gegen Hamburg am 26. Februar). Trotzdem steht das Team von Florian Kehrmann, der zuletzt sogar als Kandidat für den Bundestrainer-Posten galt, vor der Partie in Eisenach weiter auf Rang sieben mit Chancen auf die European League.

Der ThSV musste erneut auf die verletzten Solak, Meyer, Beneke und Heinevetter verzichten. Im Tor wurde deshalb wieder Teammanager Gorobtschuk neben Spikic aufgeboten. Auch bei den Lemgoern fehlte mit dem Österreicher Möstl ein verletzter Keeper. Neu-Nationalspieler Vincent Büchner hob beim Gegner aus Ostwestfalen hervor: „Sie haben über die Jahre ihre Mannschaft zusammengehalten und sich immer punktuell verstärkt. Mit dem Ergebnis, dass sie nun um das europäische Geschäft mitspielen.“

DAIKIN HBL HANDBALL HERREN 1. BL  32. SPIELTAG THSV EISENACH - TBV LEMGO LIPPE
Felix Aellen (ThSV Eisenach) scheitert beim Siebenmeter an dem starken Lemgoer Torhüter Urh Kastelic. © FUNKE Foto Services | Sascha Fromm

Kurch bekam die Verantwortung neben Leu im Mittelblock. Und der ThSV startete hellwach. Mit viel Tempo gelang Büchner per Heber das 5:4 (10.). Die Gastgeber hielten lange die Führung. Schade, dass Attenhofer den Rückhandpass von Saul nicht verwerten konnte. Doch Lemgo gehört nicht umsonst zum oberen Drittel der Liga. Nach gut zwanzig Minuten lag die Kehrmann-Truppe, mit dem starken Kastelic im Kasten, erstmals vorn (10:8/22.).

Schneller Fünf-Tore-Rückstand nach der Pause entscheidet

Energie versprühten aber auch Eisenachs Reservisten, wie der zuvor zehn Monate verletzte Capric, der einen Siebenmeter herausholte. Aellen, der bis dahin durchgespielt hatte, sorgte für das 13:13, sein vierter Treffer. In die Pause ging es dank Walz‘ Treffer ins leere Tor mit einem marginalen 14:15-Rückstand.

Doch dann kam Eisenach schwach aus der Kabine. Die Strafe für gleich fünf erfolglose Angriffe war ein delikates 15:20. Jetzt wurde es noch schwerer, denn Favorit Lemgo netzte nun regelmäßig ein (19:24/40.). Eisenach konnte einfach nicht verkürzen. Gorobtschuk kam für den in der zweiten Hälfte glücklosen Spikic.

Jetzt ging die Partie dahin. Lemgo zeigte nun eine Leistung wie aus einem Guss mit starker Wurfquote, auch wenn der ThSV weiter mit Willen dagegenhielt. Am Ende mussten die Thüringer eine 34:38-Niederlage gegen die starken Handballer aus dem Lipperland akzeptieren.