Am Ende landete der ThSV Eisenach, gemäß der letzten Bundesliga-Tabelle, auf Rang vier beim Wartburg-Cup. Im Spiel um Platz drei mussten die müden Thüringer Handball-Recken am Sonntag dem TBV Lemgo mit 30:39 (12:20) den Vortritt lassen. Doch das hochkarätige Turnier, das die SG Flensburg-Handewitt vor Titelverteidiger SC Magdeburg gewann, brachte der Truppe von Trainer Sebastian Hinze wichtige und vor allem im Flensburg-Spiel (28:31) positive Erkenntnisse.
ThSV-Kapitän Peter Walz meinte nach dem 20:30 (14:22) am Samstag schweißtriefend: „Nach diesem Turnier weiß man, wo man dran ist.“ Gegenüber dem Vorjahr hätte sich die Mannschaft stärker präsentiert, spielte Walz auf den guten Auftritt gegen Flensburg (28:31) an. „Auch wenn gegen den SCM die Chancenverwertung katastrophal war, konnten wir doch gegen ein Weltklasseteam, das uns in allen Bereichen überlegen war, viel ausprobieren“, sagte Walz.

ThSV-Trainer Hinze zog eine Woche vor dem scharfen Start im DHB-Pokal bei Zweitligist Bayer Dormagen wichtige Erkenntnisse aus dem Eisenacher Cup-Auftritt. „Es war gut, drei Tests auf gehobenem Bundesliga-Niveau zu haben. In den Angriffen haben wir in der Vorbereitung eine hohe Stabilität gezeigt. Gegen Magdeburg fehlte aber die Abschlussqualität und 15 Tempogegentore waren auch zu viel. Aber die Abwehr hat insgesamt Fortschritte gezeigt“, sagte Hinze.
Müde Eisenacher straffen sich nach 10-Tore-Rückstand
Gegen den Vorjahresfünften aus Lemgo liefen die Eisenacher von Beginn an einem Rückstand hinterher. Dank einer viel besseren Wurfquote als gegen Magdeburg und einer Siebenmeter-Parade blieb der ThSV aber dran (8:9/14.). Dann riss der Faden (9:14/21.). Die Spritzigkeit fehlte. Drei Spiele in drei Tagen bei über 30 Grad in der Halle zeigten Wirkung bei den ThSV-Spielern. In die Kabinen ging es schon etwas ernüchternd mit 12:20.

Nach dem Wechsel stellte Lemgo durch Manuel Zehnder per Siebenmeter schnell auf zehn (13:23/35.). Dann durfte sich Felix Montbovi, der neue Linksaußen aus Schweden, auch einmal beim Strafwurf versuchen. Mit Erfolg. Nun drehten auch die Blauen mit Kapitän Walz an der Spitze endlich auf (20:26/42.). Abschießen lassen, wollten sich die Gastgeber nicht. Mit 30:39 und viel Arbeit in der kommenden Woche ging es unter die Dusche.
Grgic sieht mit Neuzugängen gute Zukunft für ThSV
Marko Grgic lobte seinen alten Verein. „Eisenach wird wie im Vorjahr kämpferisch stark auftreten. Da bin ich mir sicher. Sie haben gute junge Linksaußen geholt. Wenn sich die Mannschaft dann abgestimmt hat, sehe ich eine gute Zukunft für den ThSV in dieser Saison“, sagte der Handball-Star, der sich mit seinen Flensburgern beim Wartburg-Cup von Spiel zu Match zu Match steigerte.
Das Endspiel gewann die SG, die zum Liga-Auftakt am 28. August (20 Uhr) gleich Eisenach empfängt, gegen den SC Magdeburg etwas überraschend mit 33:32 (16:15). Auf das Team von Bennet Wiegert wartet nun der Handball-Supercup, bei dem der Meister am kommenden Samstag (18 Uhr) in München auf den Pokalsieger Füchse Berlin trifft.
Aktuelle Nachrichten zum ThSV Eisenach:
ThSV-Geschäftsführer Günter Oßwald wertete den Wartburg-Cup als großen Erfolg. „Wie wir uns hier gegen die Weltklasse präsentiert haben, das stimmt mich für die Saison sehr optimistisch. Auch der Publikumszuspruch war so groß wie nie bei diesem Vorbereitungsturnier. Wir hatten an den drei Tagen fast 5000 Fans in der gut besuchten Halle“, freute sich Oßwald auch über die Einnahmen, die die angespannte Finanzlage beim ThSV weiter stabilisieren.






