Die Wutrede von THC-Trainer Herbert Müller nach dem dramatischen Bundesliga-Topspiel des Thüringer HC gegen HB Ludwigsburg (22:23) am vergangenen Samstag zieht eine Strafe nach sich. Wie die Handball-Bundesliga Frauen (HBF) veröffentlichte, sanktionierte der Ligenverband den Coach nach Sichtung des Videomaterials für unsportliches Verhalten mit einer Geldbuße.
Kein Antrag auf eine Spielsperre
Aufgrund der in den Stellungnahmen gezeigten Reue des Trainers und der Ankündigung des Vereines, auch Fair-Play-Maßnahmen im Fan-Bereich umzusetzen, sah die HBF davon ab, einen Antrag auf Sperre beim Bundessportgericht zu stellen, hieß es in der Begründung.
Nächstes Spiel in Blomberg unter Aufsicht
Für die nächste Begegnung des Thüringer HC an diesem Mittwochabend bei der HSG Blomberg-Lippe (19 Uhr) ist zudem eine Spielaufsicht angesetzt worden. Der THC kann Einspruch gegen die Entscheidung einlegen
Verein akzeptiert Strafmaß
Davon will der Verein dem Vernehmen nach absehen und akzeptierte auf Nachfrage laut Trainer Herbert Müller das Strafmaß.
Während der umkämpften Partie am vergangenen Samstag hatte er sich zu umstrittenen Gesten hinreißen lassen. Bei der Spieleinschätzung folgte am Mikrofon eine Wutrede gegen die beiden Schiedsrichter. Nach mehreren strittigen Szenen hatte sich Müller vor allem über die Siebenmeter-Situation zugunsten des Spitzenreiters Ludwigsburg beim Stande von 21:22 echauffiert.
„Das darf mir bei allen Emotionen nicht passieren. Ich habe mich durch die hitzige Atmosphäre in der Halle und die Spannung auf dem Feld selbst aufheizen lassen. Aber ich wollte niemanden beleidigen. Für mein Verhalten kann ich mich nur entschuldigen“, erklärte Müller. Dies hatte er in seiner Stellungnahme an die spielleitende Stelle zum Ausdruck gebracht.


