Passend zu ihrer starken Leistung blieb der Schlusspunkt Natsuki Aizawa vorbehalten. Die Japanerin in Diensten des Thüringer HC erkannte kurz vor Ultimo die Lücke, setzte sich energisch durch und schloss mit dem 31:29 (12:14) ab. Damit entschied sie das Spitzenspiel der Handball-Bundesliga bei der HSG Bensheim/Auerbach. Der Jubel ihrer Teamkolleginnen und der mitgereisten Fans hallte durch die Weststadthalle. Denn der Gegner gehört nicht unbedingt zu den Lieblingsgegnern des THC.

Mit dem verdienten Erfolg beim Tabellenzweiten verteidigten die Gäste ihren vierten Rang. Und das, obwohl die verletzten Johanna Reichert, Anika Niederwieser und Josefine Hanfland noch nicht mitwirken konnten. Trainer Herbert Müller hofft, dass zumindest Reichert in der kommenden Woche zurückkehren wird.

THC startet in beide Halbzeiten glänzend

Die Thüringerinnen erwischten einen glänzenden Start, lagen nach fünf Minuten bereits mit 3:0 vorn. Doch der Vorsprung wurde genauso schnell wieder verspielt (4:5/10.). Gegen Bensheims Tempospiel fanden sie zunächst kein Mittel und waren in den 1:1-Situationen häufig zu spät dran. (5:7/15.). Vor allem dank starker Aktionen von Aizawa kämpfte sich der THC zurück und wendete mit einem 4:0-Lauf seinerseits das Blatt (9:7/20.).

Handball-Bundesliga
Lotta Heider in Aktion.© Imago | Speedshot

Das Geschehen wogte hin und her. Die Gastgeberinnen mussten die Verletzung von Lucie-Marie Kretzschmar verkraften, konnten sich aber auf Nina Engel verlassen. Die Top-Torjägerin der Bundesliga erzielte bis zum 14:12-Pausenstand allein sechs Treffer. Aber ein taktischer Kniff von Müller brachte den THC wieder zurück. Er setzte in der zweiten Hälfte auf vier Rückraumspielerinnen im Angriff und brachte Bensheim damit in die Bredouille. Bereits in der 33. Minute wechselte die Führung erneut: Aizawa traf zum 16:15.

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Fortan bestimmten die Gäste die Szenerie. Die starke Luca Farago netzte zum 25:22 (48.) ein. Obwohl Mareike Thomaier (acht Tore) für den Kontrahenten noch einmal ausglich (29:29/58.), behielt der THC in der Schlussphase die Nerven und sicherte sich zwei wichtige Punkte.