Natsuki Aizawa und Kelly Rosa fuhren auf einer Tüte Schlitten. Im Überschwang, an Larviks Küste alles andere als baden gegangen zu sein, sprangen Csenge Kuczora, Luca Faragó, Laura Kuske und Jana Scheib trotz geschlossener Fjord-Sauna in ein Eisloch. Im Stimmungshoch nach dem heiß erkämpften Viertelfinal-Ticket in der European League beendeten die Handballerinnen des Thüringer HC die Norwegen-Reise auf coole Weise. Dänemark kann kommen.

Nykøbing Falster Håndbold heißt der nächste Gegner. Zum Tabellendritten der dänischen Kvindeligaen muss der THC am vorletzten März-Wochenende (21./22.) reisen. Das Rückspiel um den Einzug ins Final Four findet eine Woche später in der Salza-Halle in Bad Langensalza statt. Der kommende Euro-League-Gegner rückte bei den Thüringerinnen jedoch zunächst ebenso in den Hintergrund wie dessen letztes Gruppenspiel am Sonntag gegen Chambray Touraine. Nach sieben englischen Wochen bleibt erstmals eine gesamte Woche zum Regenerieren.

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Nächste Station Nykøbing

Nykøbing oder Esztergom als Erstplatzierte in der B-Gruppe standen für den Fall eines Weiterkommens des THC vor dem siegreichen „Endspiel“ bei Larvik (34:28; 17:17) fest. Beide Teams zählte THC-Trainer Herbert Müller zu den Final-4-Favoriten. Sie sind ähnlich stark, bekräftigte er in Vorfreude auf das Viertelfinale. Dass sein Team als Gruppenerster weitergekommen ist, machte ihn umso stolzer.

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„Die Mannschaft hat das super gemacht. Sie wollte unbedingt weiterkommen. Das hat man gespürt, das hat man gesehen“, freute sich der THC-Trainer mit seinen Spielerinnen. Dank einer kämpferisch überzeugenden Leistung ließen sie Mosonmagyaróvár hinter sich. Die Ungarinnen hatten Baia Mare 28:24 (13:9) geschlagen. Infolge des direkten Vergleiches blieben die Thüringerinnen vorn.

HANDBALL EHF EUROPEAN LEAGUE WOMEN 2025/2026 THC - LARVIK
Makellose Bilanz: Lotta Heider verwandelte alle sieben Würfe.© Archiv | Sascha Fromm

Lotta Heider glänzt mit hundert Prozent

„Wir konnten uns nur auf uns selbst verlassen“, wusste der Coach und wollte unbedingt auf Sieg bei den Norwegerinnen spielen. Ab der 40. Minute rückten die Zweifel mehr und mehr in den Hintergrund, dass dieses Vorhaben scheitern könnte.

Lotta Heider trug eine Menge dazu bei. Sie rackerte hinten und traf mit sieben Toren aus sieben Versuchen vor allem in der entscheidenden Phase exzellent. „Sie hat ein überragendes Spiel gemacht“, hob der Coach die Rechtsaußen hervor. Ihr 23:22 (41.) bedeutete die erste Führung des THC, dem die Partie zu Beginn der zweiten Hälfte bei einem 3:0-Lauf Larviks für einige Minuten aus den Händen geglitten war. Mit dem Rücken zur Wand lief der THC um die herausragende Werferin Johanna Reichert (11 Tore) jedoch nach dem 19:22 (37.) heiß.

„Eigentlich hätten wir schon in der ersten Hälfte klarer führen müssen“, meinte der THC-Coach mit Blick auf das 14:10 (20.). Was anfangs misslang, glückte in der stärksten Phase vom 19:22 bis zum 32:24 nur umso besser.