Der Thüringer HC hat auch in der Handball-Bundesliga gewonnen. Mit dem 28:23 (11:11) bei TuS Metzingen holte das Team mit einer starken Natsuki Aizawa (6 Tore) wichtige zwei Zähler für den Play-off-Platz. 

Saison des Thüringer HC gleicht einer Achterbahnfahrt

Es war eine Saison, die teils einer Achterbahnfahrt glich. Trainer Herbert Müller nannte es zuletzt: „Von überragend bis jämmerlich“. Zuletzt erlebten das die Fans des THC gegen Spitzenreiter Dortmund, als es nach 13:12 zur Halbzeit noch eine 22:33-Klatsche setzte. Zwar spielen die Thüringerinnen weiter in Meisterschaft, Pokal und European League um den Titel, doch die Unbeständigkeit hält über die gesamte Saison an. So kann sich der Verein immer noch nicht sicher sein, die Play-offs der besten vier Teams zu erreichen.

Metzingen, früher ein Medaillenkandidat in der Liga, ist auch wegen eines großen Umbruchs im tiefen Mittelfeld der Tabelle gelandet. In den letzten 10 Spielen gab es nur drei Siege. Doch der THC zeigte sich gewarnt. „Es sind noch drei Spiele in der Hauptrunde. Die sollten wir tunlichst gewinnen“, hatte Coach Müller die Linie klar vorgegeben.

Jana Scheib bei Wiedersehen, Metzingerin Tröster kommt zum THC

In der Paul Horn-Arena in Tübingen, in die die Tussies inzwischen umgezogen sind, um mehr Zuschauer anzuziehen, umarmte Jana Scheib erst einmal ihre früheren Mitspielerinnen. Die 25 Jahre alte gebürtige Ludwigsburgerin war im vergangenen Jahr aus Metzingen nach Thüringen gewechselt. Scheib scheiterte aber gleich an der TuSsie-Keeperin Weiß. Auf Metzinger Seite ruhten die Augen auf Sabrina Tröster. Die Rechtsaußen wechselt im Sommer zum THC.

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Trainer Herbert Müller (Thüringer HC) hatte wieder einigen Redebedarf. © FUNKE Foto Services | Sascha Fromm

Sechs Minuten hielt der THC sein Tor sauber, traf aber selbst nur durch Reichert per Siebenmeter. Doch dann nutzte Scheib trotz drohendem Zeitspiel die Chance zum 3:2 (10.). In der Folge kamen die Müller-Frauen aber nicht mit Metzingens Abwehr zurecht. So stand es nach 15 Minuten nur 4:4. Wenigstens hielt Kuske vor der Pause einen Siebenmeter und verhinderte das 7:9 (25.). Als dann aber Klein bei abgelaufener Uhr zum 11:11-Halbzeitstand traf, war Müller spätestens bedient.

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Doch die klare Pausen-Ansprache zeigte Wirkung. Fünf Tore in Folge, zehn Minuten ohne Gegentor, 16:11 (38.). Der THC war vor allem dank Aizawa plötzlich auf der Siegerstraße und brachte mit 28:23 die Punkte locker nach Hause.