Wackers Clubchef Nico Kleofas bricht das Schweigen

Northeim.  Kleofas erklärt: Wir haben Fehler gemacht. Der Verein ist von der Insolvenz aber finanziell nicht betroffen. Knauf bleibt Sponsor

Nordhausens Präsident Nico Kleofas erklärt den mitgereisten Anhängern nach dem Abpfiff in Northeim die Lage des Vereins.   

Nordhausens Präsident Nico Kleofas erklärt den mitgereisten Anhängern nach dem Abpfiff in Northeim die Lage des Vereins.   

Foto: Christoph Keil

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Irgendwie ganz hoffnungsvoll war der Auftritt von Wacker Nordhausen beim 3:1 (3:1) im Testspiel bei Oberligist Eintracht Nordheim. Die Zuschauer scherzten zwar, dass sich hier am der südniedersächsischen Flüsschen Rhume wohl nur noch Pleiteklubs treffen würden. Gerade hatte Rot-Weiß Erfurt sein vielleicht letztes Fußballspiel mit 9:0 gewonnen und neben den Nordhäusern geht es auch Northeim nach Verlust des Hauptsponsors nicht gut. 14 Spieler verließen den Vorletzten der Oberliga Niedersachsen als es keine großen Summen mehr zu verdienen gab.

Trotz der bevorstehenden Insolvenz der Wacker-Profiabteilung konnte Trainer Tino Berbig beim ersten Testspiel des Jahres noch eine Elf mit Regionalliga-Qualität aufbieten. Wacker startete mit Jokanovic im Tor, Kovac und Blume in der Innenverteidigung sowie Stauffer und Schneider als Außenverteidigern. Im Mittelfeld agierten Müller, Andacic und Schwerdt, der aus der Oberliga-Elf aufgerückt ist. Im Angriff sorgten Beil, Kammlott und Pichnot für ordentlich Betrieb.

Nils Pichinot, der neue Wacker-Kapitän, machte schnell das 1:0 (4.). Schneider erhöhte nach 20 Minuten auf 2:0, dann traf Beil nach Stauffers Eingabe zum 3:0 (34.). Das 1:3 von Franke trübte die ordentliche Halbzeitleistung nicht. Nach dem Wechsel kamen dann acht Oberliga-Spieler zum Einsatz.

Trainer Berbig war mit dem Test zufrieden: „Mit dem 4-3-3 haben wir ein neues System gespielt. Das klappte gut, weil wir gutes Tempo hatten. Nach vielen Wechseln zur Pause ging unser Tempo verloren, aber wir haben mit den Jungs aus der Oberliga, die nach hartem Athletik-Training schwere Beine hatten, auch keine Chancen zugelassen.“

Nach dem Spiel brach auch Präsident Nico Kleofas endlich sein Schweigen und stellte sich den Wacker-Anhängern. „Der Verein ist von der der Insolvenz der Spielbetriebs-GmbH finanziell in keiner Weise betroffen“, erklärte Kleofas zuvor unserer Zeitung. Die Angriffe auf Hauptsponsor Carlo Knauf seien ungerecht gewesen. Knauf habe im Sommer erklärt, seine private Unterstützung nicht weiter aufzustocken. „Wir wussten, dass wir neue Sponsoren brauchen. Die haben wir leider nicht gefunden. Am Ende fehlte das Geld für drei Monatsgehälter. Ja, wir haben Fehler gemacht“, gab Kleofas zu. Man wolle nun die Regionalliga halten und dann neu aufbauen. Knauf würde dabei als Sponsor von Wacker erhalten bleiben, so der Präsident.

Der Auftakt in die Regionalliga-Rückrunde soll mit dem Nachholspiel am 25. Januar gegen Babelsberg im Albert-Kuntz-Sportpark erfolgen – wenn es das Wetter zulässt.

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