Anlässlich des Aktionstags für Menschen mit metastasiertem Brustkrebs am 13. Oktober informieren AstraZeneca und Daiichi Sankyo über die Situation Betroffener und neue zielgerichtete Behandlungsansätze.

"Sie haben Brustkrebs." Jedes Jahr erhalten rund 75.000 Frauen und 800 Männer in Deutschland diese lebensverändernde Diagnose.[1] Noch einschneidender ist für viele Betroffene die Nachricht, dass ein Teil des Krebses "umgezogen" ist, also Metastasen gebildet hat. Plötzlich steht alles auf dem Prüfstand. Denn metastasierter Brustkrebs ist bislang nicht heilbar. Doch so schwer diese Diagnose wiegt: Sie bedeutet heute nicht, dass alle Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind. Die Forschung hat in den vergangenen Jahren wichtige Fortschritte gemacht. Tumoren lassen sich immer genauer charakterisieren und dadurch gezielter behandeln. Das eröffnet Patient:innen Perspektiven, die vor wenigen Jahren noch kaum vorstellbar waren.

Bei etwa 6 bis 9 Prozent der Patient:innen ist der Brustkrebs bereits zum Zeitpunkt der Diagnose metastasiert.[2] Im weiteren Verlauf der Erkrankung kommt es bei etwa 20 Prozent der Betroffenen zur Bildung von Metastasen.[3] Anlässlich des Aktionstags für Menschen mit metastasiertem Brustkrebs am 13. Oktober machen AstraZeneca und Daiichi Sankyo auf die Situation der Betroffenen aufmerksam. Zugleich zeigen die beiden Unternehmen, wie moderne Forschung dazu beitragen kann, neue Behandlungswege zu eröffnen.

Wenn aus Brustkrebs metastasierter Brustkrebs wird

Einzelne Krebszellen können sich vom ursprünglichen Tumor lösen und über das Lymph- oder Blutsystem in andere Teile des Körpers gelangen. Siedeln sie sich dort an, spricht man von Metastasen. Ein Teil des Krebses "zieht um". Damit verändert sich auch das Therapieziel: Während in frühen Krankheitsstadien die Heilung im Mittelpunkt steht, geht es bei metastasiertem Brustkrebs darum, die Erkrankung möglichst lange zu kontrollieren, Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität zu erhalten.

Gleichzeitig hat sich der Blick auf Krebs grundlegend gewandelt. Früher richtete sich die Behandlung vor allem danach, in welchem Organ ein Tumor entstanden war. Heute liefern sogenannte Biomarker zusätzliche Informationen über die biologischen Eigenschaften eines Tumors. Dieses Wissen ist entscheidend für die Therapie. Denn auch wenn ein Teil des Krebses "umzieht", können Metastasen bestimmte Merkmale des ursprünglichen Tumors behalten. Zugleich können sich einzelne Eigenschaften verändern. Die genaue Untersuchung des Tumors kann Ärzt:innen Hinweise darauf geben, welche Behandlung für eine Patientin oder einen Patienten infrage kommt.

Den Tumor besser verstehen

Ein Beispiel für den medizinischen Fortschritt sind Antikörper-Wirkstoff-Konjugate, kurz ADCs. Sie sind eine moderne Medikamentenform, die zur Behandlung vieler Krebsarten, darunter auch Brustkrebs, eingesetzt wird. Als Konjugat bestehen sie aus zwei verbundenen Bestandteilen. Zum einen dem Wirkstoff der hochwirksamen Chemotherapie und zum anderen der zielgerichteten Antikörpertherapie, die Krebszellen anhand spezifischer Merkmale als ihren Angriffspunkt erkennt, an diese bindet und sie gezielt bekämpft. Ein solches Merkmal ist beispielsweise der HER2-Rezeptor, der bei Krebspatient:innen unterschiedlich stark ausgeprägt ist.

Bei der konventionellen Chemotherapie zerstören zellschädigende Wirkstoffe Krebszellen oder hemmen ihr Wachstum. Dabei werden auch gesunde Zellen angegriffen, da diese Therapie im gesamten Körper wirkt. Bei den ADCs wird der zellschädigende Wirkstoff über den Antikörper direkt in die Tumorzelle eingeschleust, um diese gezielt zu zerstören. Der Effekt auf gesunde Körperzellen kann dadurch geringer sein als bei der konventionellen Chemotherapie.[4-6]

Voraussetzung für den Einsatz solcher zielgerichteten Therapien ist, die biologischen Eigenschaften des Tumors möglichst genau zu kennen. Je besser Ärzt:innen seine Merkmale verstehen, desto gezielter können sie prüfen, welche Behandlung zur individuellen Erkrankungssituation passen könnte.

Metastasierter Brustkrebs bleibt eine schwere, bislang nicht heilbare Erkrankung. Doch die Diagnose ist heute nicht gleichbedeutend mit dem Ende aller Möglichkeiten. Moderne Forschung und zielgerichtete Therapieansätze können neue Behandlungswege eröffnen und dazu beitragen, die Erkrankung länger zu kontrollieren sowie die Lebensqualität der Betroffenen zu erhalten.

Über Daiichi Sankyo

Daiichi Sankyo (TSE: 4568) ist ein weltweit tätiges Gesundheitsunternehmen, das sich zum Ziel gesetzt hat, ein verlässlicher Innovator im Gesundheitswesen zu werden und durch herausragende Wissenschaft und Technologie das Leben der Menschen zu verbessern. Das Unternehmen erforscht und entwickelt neue Behandlungsstandards, um vielfältigen medizinischen Bedürfnissen zu begegnen und weltweit zur Verbesserung der Lebensqualität beizutragen. Mit einem strategischen Schwerpunkt in der Onkologie treibt Daiichi Sankyo ein branchenführendes Portfolio an Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten voran und identifiziert gleichzeitig neue bahnbrechende Technologien, um innovative Medikamente bereitzustellen, die Patientinnen und Patienten, medizinischen Fachkräften sowie der Gesellschaft zugutekommen und die medizinische Praxis verändern. Weitere Informationen finden Sie unter https://www.daiichi-sankyo.de.

Über AstraZeneca

Die AstraZeneca GmbH ist die deutsche Tochtergesellschaft des britisch-schwedischen Pharmaunternehmens AstraZeneca PLC. AstraZeneca (LSE/STO/NYSE: AZN) ist ein globales, wissenschaftsorientiertes biopharmazeutisches Unternehmen, das sich auf die Erforschung, Entwicklung und Vermarktung von verschreibungspflichtigen Medikamenten in den Bereichen Onkologie, seltene Krankheiten und Biopharmazeutika, einschließlich Herz-Kreislauf, Nieren und Stoffwechsel sowie Atemwege und Immunologie, konzentriert. AstraZeneca mit Sitz in Cambridge, Großbritannien, ist in über 125 Ländern tätig. Die innovativen Medikamente des Unternehmens werden von Millionen von Patient:innen weltweit eingesetzt. Weitere Informationen auf www.astrazeneca.de.

Quellen

1. Robert Koch Institut. Zentrum für Krebsregisterdaten. Online verfügbar unter: https://ots.de/7dLqWf. Letzter Aufruf: 15.09.2026.

2. Krebs in Deutschland für 2021 - 2023, Robert Koch Institut (2025). Online verfügbar unter: https://ots.de/jYIixk. Letzter Aufruf: 15.09.2026.

3. Onko Internetportal. Online verfügbar unter: https://ots.de/R4humu. Letzter Aufruf: 15.09.2026.

4. Krebsinformationsdienst. Brustkrebs: Zielgerichtete Therapien und Immuntherapie. Stand: 21.01.2025. Online verfügbar unter: https://ots.de/AvsfM3. Letzter Aufruf: 15.09.2026.

5. Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie e.V. (2026) Empfehlungen gynäkologische Onkologie Kommission Mamma. Online verfügbar unter: https://ots.de/RhhMjH. Letzter Aufruf: 15.09.2026.

6. Peters C, Brown S. Antibody-drug conjugates as novel anti-cancer chemotherapeutics. Bioscience Reports 2015;35(4):e00225.

DE/ADC/09/26/0081

Pressekontakt: Anke von Zabern Lead Communication & PR Oncology Daiichi Sankyo Deutschland GmbH Tel.: +49 89 7808 368 E-Mail: anke.vonzabern@daiichisankyo.com Nadine Fröhling Senior Manager PR & Communications AstraZeneca GmbH Tel.: +49 40 808057854 E-Mail: nadine.froehling@astrazeneca.com

Weiteres Material: www.presseportal.de Quelle: AstraZeneca/Daiichi Sankyo