Erfurt. Die Zahl der Anlagen hat sich in Thüringen rasant erhöht. Doch wie lange braucht es, bis eine solche Investition sich auszahlt?

Sogenannte Balkonkraftwerke werden in Thüringen immer beliebter. Mit einer kleinen Photovoltaik-Anlage auf dem Balkon oder der Terrasse können auch Mieter und Wohnungseigentümer Energie erzeugen. Der selbst produzierte Strom deckt einen Teil des Eigenverbrauchs ab, senkt damit die eigenen Stromkosten und leistet einen Beitrag zum Klimaschutz.

1257 dieser Mini-Anlagen sind im vergangenen Jahr hinzugekommen, 2021 waren es 218 Anlagen, 2020 nur 27 und 2019 lediglich vier, bilanzierte die Thüringer Landesenergieagentur Thega, die in diesem Jahr mit mindestens 2500 weiteren Balkonanlagen im Freistaat rechnet.

'Thüringen - Der Tag' - Post von Jan Hollitzer

TA-Chefredakteur Jan Hollitzer betrachtet Themen, die uns beschäftigt haben, es momentan tun und künftig werden in kommentierter Form.

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Ein Balkonkraftwerk besteht aus ein bis zwei Solarmodulen, die am Balkongeländer befestigt werden, und einem Wechselrichter, der den erzeugten Gleichstrom in haushaltsüblichen Wechselstrom umwandelt. Die Leistung ist derzeit auf 600 Watt begrenzt. Der Wechselstrom wird direkt mit einem Stromkreis in der Wohnung verbunden.

Ein Balkonkraftwerk kostet zwischen 600 und 1000 Euro, erzeugt etwa 480 kWh Strom im Jahr und hat sich bei einem Strompreis von 40 Cent/kWh nach rund vier Jahren amortisiert. Mittlerweile gibt es auch spezielle Speichersysteme für Balkonkraftwerke, um den tagsüber erzeugten Strom abends oder morgens nutzen zu können.