Bei der Galaveranstaltung „Nacht der Landwirtschaft“ wird am 30. Oktober der renommierte „Ceres Award“ vergeben. 21 Bauern aus Deutschland, Italien, Österreich und der Schweiz können sich in insgesamt sieben Kategorien auf einen der Preise freuen. Eine davon ist die Unternehmerin Anja Kolbe-Nelde aus Roßleben-Wiehe im Kyffhäuserkreis. Die Auszeichnung als Landwirtin oder Landwirt des Jahres wird von der Zeitschrift „agrarheute“ vergeben.
Anja Kolbe-Nelde hat eine Pilzfarm in Roßleben-Wiehe und baut seit 2016 auf 2.000 Quadratmetern Austernseitlinge, Rosenseitlinge, Limonenseitlinge und Shiitake an. Ihr Schwerpunkt liegt aber im Anbau von Trüffeln. Knapp drei Hektar bewirtschaftet die Unternehmerin, zusätzlich bietet sie Beratung an, wie Trüffel erfolgreich angebaut werden. Dabei möchte sie die Produktivität pro Hektar steigern und Thüringen zum Trüffelweltmeister machen. „Mein Ziel ist es, den Trüffelanbau in Deutschland nicht nur zu etablieren, sondern mit unserem Hochertragskonzept weltweit führend zu werden“, beschreibt die Pilzexpertin.
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Preisgeld beträgt insgesamt 27.000 Euro
Kolbe-Nelde ist in der Kategorie Unternehmerin für den mit insgesamt 27.000 Euro dotierten „Ceres Award“ qualifiziert – einer der höchsten Auszeichnungen in der Landwirtschaft. Neben dem Gesamtsieger, dem Landwirt des Jahres, werden Sieger in den sieben Einzelkategorien Ackerbauer, Energielandwirt, Junglandwirt, Rinderhalter, Schweinehalter, Geflügelhalter und Unternehmerin ausgezeichnet.
„Die Finalistinnen und Finalisten haben mich wieder einmal sehr beeindruckt“, sagt Simon Michel-Berger, Chefredakteur von „agrarheute“. „Tierwohl und Nachhaltigkeit sind heute auf landwirtschaftlichen Betrieben keine abstrakten Begriffe mehr, sondern gelebte Realität. Die Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter haben allesamt kluge Ideen, wie sie ihren Betrieb ökonomisch führen können, ohne die Ökologie und das Soziale aus dem Auge zu verlieren. Das ist für mich der Inbegriff einer nachhaltigen Wirtschaftsweise.“




