Neue Wohnungen müssen bestens gedämmt sein, am besten werden sie klimaneutral beheizt und sind barrierefrei zugänglich - die Wünsche und Auflagen der Politik an die Unternehmen der Immobilienbranche werden immer umfangreicher.

Gleichzeitig steigen die Baukosten und die Personalkosten in den Firmen, ist Energie teuer und treibt die Nebenkosten nach oben. Eine Spirale, die alles andere als ungefährlich ist. Denn teures Wohnen birgt sozialen Sprengstoff, das wissen auch die Politiker nur allzu gut.

Mieten von 15 Euro je Quadratmeter in Thüringen zu hoch

Die Wohnungsgenossenschaften sind gewillt, zu investieren und neue Wohnungen zu bauen. Allerdings sind diese zu den tatsächlichen anfallenden Kosten von 15 Euro für den Quadratmeter in Thüringen schlicht nicht zu vermieten - nicht einmal in Jena, Weimar oder Erfurt.

Gerade dort aber ist Wohnraum gefragt, steigen die Einwohnerzahlen gegen den landesweiten Trend weiterhin leicht an. Deshalb darf es jetzt nicht bei Ankündigungen bleiben, die die Ampel im Bund zur Genüge servierte, von denen letztlich allerdings kaum die Hälfte der versprochenen 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr auch gebaut wurden.

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Die Politik ist gefordert sozialen Wohnungsbau in Deutschland und damit auch in Thüringen wieder möglich zu machen und dafür die notwendigen Mittel in die Hand zu nehmen. Das Wohnungsbauprogramm 2030 der neuen Landesregierung kann deshalb kein zahnloser Papiertiger werden. Denn Wohnen als Luxusgut, das würde eine Regierung, ganz gleich ob im Land oder im Bund, nicht lange überstehen.