Die Thüringer lieben es klassisch. Das gilt für die Ernährung – mit Klößen, Roulade und Bratwurst –- aber auch für Kultur, Tourismus und den Autokauf.

Während sich die Frauen und Männer aus dem Freistaat beim Verhalten an der Wahlurne ein gutes Stück weit davon entfernt haben, einer Partei in Nibelungentreue übers ganze Leben zu folgen, sieht das bei ihrem Autokauf gänzlich anders aus. Hier hat so mancher seine Marke, die er seit den Tagen nach der Wende fährt, und die er immer wieder kauft, wenn es zwischenzeitlich keine schlechten Erfahrungen gab.

Trotz teurer Kampagnen nur geringe Marktanteile in Thüringen

Keine leichte Aufgabe also, wenn man als neue Automarke in Thüringen Fuß fassen will. Viele Unternehmen, etwa aus Südkorea, von den Philippinen oder aus Malaysia, haben in den zurückliegenden Jahren Unsummen für Marketingkampagnen ausgegeben, um die deutschen Autokäufer von sich zu überzeugen. Die meisten müssen sich dennoch auch heute noch mit vergleichsweise bescheidenen Marktanteilen begnügen.

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Die Skepsis gegenüber dem Elektroauto ist groß in Thüringen. Vor allem Reichweite und Lademöglichkeiten werden kritisch hinterfragt. Verständlich, denn in Berlin oder Hamburg sieht das anders aus, als in Hinternah oder Göllingen.

Von Händlernetz und gewohntem Ansprechpartner sind chinesische Anbieter weit entfernt. Und so dürfte noch einige Zeit ins Land gehen, ehe spürbar mehr Autos aus China in Thüringen rollen. Darauf ausruhen dürfen sich die deutschen Autobauer aber nicht.