Riesige Augen, zackige Fangzähne, flauschiges Fell – Labubus sorgen aktuell für eine Menge Gesprächsstoff im Netz. Es geht dabei vor allem um die Frage, wo man die Monster-Kuscheltiere noch kaufen kann. Denn das scheint alles andere als einfach. Auf TikTok kursieren Videos von Menschen, die stundenlang anstehen, um eines der kleinen Fellmonster zu ergattern. Was hat es damit auf sich?

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Labubus erinnern an Monchhichis, die affenartigen Plüschtiere aus den 70ern – nur dass die gehypten Monster frecher und bissiger aussehen als das kultige Affenbaby. Labubu-Schöpfer ist der Hongkonger Künstler Kasing Lung. Die seltsamen Wesen kamen 2015 in seiner Bilderbuchreihe „The Monsters“ vor. Lung beschreibt Labubus darin als eine Art Elfen. Inspiriert sind seine Geschichten von der nordischen Mythologie.

Labubu: Das macht den Hype aus

2019 kamen die Labubus dann erstmals als Spielzeuge auf den Markt. Produziert werden die Sammelfiguren vom chinesischen Hersteller „Pop Mart“. „Pop Mart“ verkauft die Monster in sogenannten Blind Boxes, blickdichten Pappboxen. So erfahren Käufer erst beim Auspacken, welchen Labubu sie bekommen haben. Eine Marketingstrategie, die aufzugehen scheint.

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Auf der Webseite des Herstellers wird das Labubu als „gutherzig“ beschrieben, das immer helfen wolle, aber oftmals das Gegenteil erreiche. Was nach Kinder-Spielzeug klingt, ist es nicht: Laut Hersteller sollen die Figuren erst für Menschen ab 15 Jahren geeignet sein. Warum, steht dort nicht.

Hype um Labubus führte bereits zu Unruhen vor Läden

Neben dem Sammelcharakter ist maßgeblich ein K-Pop Star für den weltweiten Labubu-Hype verantwortlich: Lalisa Manobal. Die thailändische Sängerin ist Mitglied der beliebten K-Pop Band Blackpink. Manchen dürfte sie auch als Schauspielerin aus der aktuellen Staffel der HBO-Serie „White Lotus“ bekannt sein. Als sie 2024 mit einem der Monster in der Öffentlichkeit gesichtet wurde, nahm die Labubu-Welle nochmal richtig Fahrt auf.

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Wie der amerikanische Sender „CNN“ berichtet, ist das plüschige Teil trotz Handelskonflikt und Zöllen in den USA und China ein Verkaufsschlager. In Metropolen wie Los Angeles, Paris und Bangok seien Labubus weiterhin begehrte Accessoires.

In Großbritannien hat der Labubu-Boom bereits für absurde Schlagzeilen gesorgt: Wegen chaotischen Szenen vor Geschäften, bei denen es laut BBC sogar zu Handgreiflichkeiten gekommen sein soll, hatte „Pop Mart“ die Verkäufe in allen seinen 16 Filialen landesweit zeitweise bis Juni ausgesetzt.

Labubus in Deutschland: Wo bekommen Fans die Monster?

Auf Instagram und TikTok zeigen mittlerweile auch viele deutsche Influencer sichtlich stolz ihre Labubus. In den Videos kann man erwachsenen Menschen dabei zu sehen, wie sie die Pappbox öffnen und sich dann über die Farbe ihres neuen Kuscheltieres freuen. Preislich liegen die Figuren je nach Form, Art und Farbe in Deutschland bei rund 20 bis 40 Euro. Allerdings sind aktuell fast alle Figuren auf der offiziellen Webseite des Herstellers ausverkauft. Auf Plattformen wie „eBay“ werden seltene Editionen der Figuren stattdessen für hunderte Euro weiterverkauft. Sammler berichten allerdings auch immer wieder von Fälschungen, die die Fangemeinde mittlerweile als „Lafufu“ bezeichnet.

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Fest steht: Wer in Deutschland ein Labubu will, braucht Glück. Im Netz empfehlen Sammler die offizielle App des Herstellers „Pop Mart“. Dort, so berichten mehrere Fans der Puppen auf TikTok, sei die Chance größer, bei einem Verkauf rechtzeitig dran zu sein. Auch „Amazon“ bietet Labubu-Schlüsselanhänger und -Figuren an. Allerdings sollten Käufer auf die Bewertungen und die Seriosität des jeweiligen Anbieters achten, da nicht alle Angebote offiziell lizenziert sind. 

Weitere Nachrichten aus Thüringen

In Thüringen sind die kleinen Plüschfiguren momentan nicht erhältlich. In den Comic- und Spielwarenläden des Freistaates werden sie nicht angeboten, sodass die Fans aus Thüringen auf das Onlineangebot des Herstellers angewiesen sind. Vielleicht erhöhen sich die Chancen für hiesige Sammler mit dem ersten Laden von „Pop Mart“ in Deutschland. Dieser soll Ende Juli in dem Berliner Einkaufszentrum „Alexa“ eröffnet werden. Ob dort mit Eröffnung auch Labubus angeboten werden, steht noch nicht fest.