Der alle umsorgende Staat ist längst Vergangenheit. Von jedem Einzelnen wird immer mehr Eigenverantwortung erwartet. Doch eine wichtige Voraussetzung dafür ist noch unterentwickelt. Das muss sich ändern.

Ob bei der Verwirklichung von Lebensträumen wie dem Eigenheim, der zusätzlichen Vorsorge für das Alter oder einer möglichen Pflegebedürftigkeit – überall nimmt die finanzielle Belastung der Bürgerinnen und Bürger zu. Sie müssen von sich aus vorsorgen und rechtzeitig beginnen zu sparen. An Geld mangelt es im Land nicht. Neun Billionen Euro haben die Deutschen an Vermögen angehäuft.

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Finanzen: Das Geld in Deutschland ist oft nicht klug angelegt

Doch das Geld ist oft nicht klug angelegt. Nur ein kleiner Teil der Menschen besitzt Aktien oder Fonds, die erfahrungsgemäß anständige Renditen abwerfen und so auch bei vergleichsweise kleinen Sparbeträgen ansehnliche Vermögen aufbauen können. 

Die Zurückhaltung hat verschiedene Gründe, etwa die verbreitete Risikoscheu. Größtes Hemmnis ist jedoch das fehlende Wissen um wirtschaftliche Zusammenhänge und die elementaren Begriffe rund um den Umgang mit dem eigenen Geld. Mangelndes Interesse an Finanzfragen reicht als Erklärung dafür nicht aus.

Finanzbildung müsste schon in der Schule anfangen

Es fehlt an einer frühzeitigen Vermittlung der notwendigen Kenntnisse über Zinsen, Schulden, Aktien oder Inflation. In den Lehrplänen der Schulen findet sich Finanzwissen sozusagen nur als Bildungsbeifang. Das rächt sich später in schlechten Entscheidungen beim Umgang mit Geld.

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Wolfgang Mulke, Wirtschaftskorrespondent© privat | Privat

Finanzielle und wirtschaftliche Bildung muss schon in den Schulen stärker vermittelt werden. Das wäre auch ein wirksamer Schutz vor den vielen Abzockern, die im Internet auf unbedarfte Opfer irgendwelcher dubioser Geldanlagen hoffen. Eine gute Aufklärung ist die beste Voraussetzung für eine angemessene Vorsorge.