Der bunt beleuchtete Saal der Industrie- und Handelskammer ist am Dienstag gut gefüllt. Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik sind am frühen Abend nach Erfurt gekommen, um den Wettbewerb der besten Ideen und erfolgreichsten Projekte mitzuverfolgen. Schließlich wurden auch in diesem Jahr wieder Thüringens kreativste Köpfe mit den Gründungspreisen beim Thex Award 2025 ausgezeichnet.

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121 Bewerbungen wurden eingereicht

121 Bewerbungen wurden eingereicht – davon allein 90 in der Kategorie „Gründen“. Für Wirtschaftsministerin Colette Boos-John (CDU) ein gutes Zeichen. „Der Unternehmergeist ist im Freistaat sehr lebendig“, sagt Boos-John zu Anfang der Preisverleihung. Der Wettbewerb würdige Mut, Kreativität und Durchhaltevermögen und zeige, wie stark Gründungen und Innovationen den Wirtschaftsstandort Thüringen prägen.

„Hinter jeder Bewerbung steht eine Idee oder Erfolgsgeschichte, die Thüringen ein Stück zukunftsfähiger macht“, sagt Matthias Wierlacher, Vorstandsvorsitzender der Thüringer Aufbaubank. Von den mehr als 100 Bewerbungen wurden die zehn besten Projekte von einer unabhängigen Jury ausgezeichnet. Es wurden Preisträger in drei Kategorien gesucht: Gründen, Durchstarten und Nachfolgen. Die Gewinner konnten sich auch über eine finanzielle Finanzspritze freuen. Insgesamt standen 71.000 Euro für die Preisträger bereit.

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Gewinner in der Kategorie „Gründen“ geht an Jenaer Jungunternehmer

Den ersten Platz in der Kategorie „Gründen“ ging an Richard Wieduwilt vom Jenaer Startup von „Warmwind“. Zwei Jahre haben die Unternehmer weltweit das erste Betriebssystem für autonome KI-Mitarbeiter entwickelt, die Software visuell bedienen wie ein Mensch. Die Nachfrage sei groß, sagen die Gründer: Mit mehr als 85.000 Interessenten auf der Warteliste bereitet das Jenaer Startup den Marktstart vor – mit dem Ziel, KI für alle sofort nutzbar und praktisch einsetzbar zu machen.

Neben Wieduwilt wurden auch Maximilian Last von INGE, sowie Henry Müller, Sebastian Müller, Holger Reichenbächer von der HSH Waldfabrik GmbH ausgezeichnet.

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Jugendhilfe gewinnt in Kategorie „Durchstarten“

In der Kategorie „Durchstarten“ gewann Martin Emberger von „Wendeblatt - Individuelle Jugendhilfe GmbH“. Emberger hilft Jugendlichen in schwierigen Lebensphasen wieder auf die Beine zu kommen. „Wann immer ein Jugendamt nicht weiterkommt, werden wir angerufen“, stellt sich Emberger vor. Das Konzept von Wendeblatt: Ein Jugendlicher geht gemeinsam mit einem Betreuer drei Monate auf Wanderschaft. Dabei könnten die Jugendlichen Zeit und Raum bekommen wieder zu sich selbst zu finden.

Außerdem gewannen Lydia Rohrberg und Chris Rohrberg von Lyblingsteil, sowie Flora Mirzoyan von „Migohead“ Platz zwei und drei.

Aktuelle Nachrichten aus Thüringen

Preis in der Kategorie „Nachfolgen“ geht nach Arnstadt

In der Kategorie „Nachfolgen“ gewann Thomas Hertwig aus Arnstadt von „Export Pack Thüringen GmbH“ den ersten Platz. Hertwig leitet seit 2021 die Firma Export-Pack Thüringen. Das Unternehmen ist seit 1996 Spezialist für maßgeschneiderte Industrieverpackungen aus Holz sowie innovative Verpackungs- und Logistiklösungen. Mit mehr als 25 Jahren Erfahrung und modernster Technik sichern die Arnstädter Verpackungsexperten den weltweiten Transport sensibler Güter.

Matthias Dix von Huldreich Lind Produktions GmbH und Gero Häuschen von „Eberhardt Flügel GmbH & Co. KG“ wurden ebenfalls ausgezeichnet. Impulsgeberin wurde dieses Jahr Claudia Weidner von Naturcamp Weidner GmbH.