Bereits im Handelskonflikt mit den USA nutzte China den Export Seltener Erden als wirksames Druckmittel. Nachdem US-Präsident Donald Trump den Streit beigelegt hatte, rückt nun Japan in den Fokus der wirtschaftlichen Strafmaßnahmen. Auslöser war eine Äußerung der japanischen Premierministerin Sanae Takaichi zur Taiwan-Politik Chinas.

Konflikt eskaliert: China mit Exportbeschränkungen für Seltene Erden

China hat nach übereinstimmenden Medienberichten zu harten Maßnahmen gegriffen und den Export Seltener Erden sowie von Magneten nach Japan eingeschränkt. Für japanische Unternehmen, die diese Rohstoffe in der IT Branche, der Automobilindustrie oder der Rüstungsproduktion benötigen, stellt dies eine massive Belastung dar.

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Darüber hinaus kündigte Peking ein umfassendes Exportverbot für sogenannte Dual Use Güter mit möglicher militärischer Nutzung an. Gleichzeitig wurde die Bearbeitung von Exportlizenzen für Lieferungen nach Japan ausgesetzt. Die Beschränkungen treffen damit nicht nur Rüstungsunternehmen, sondern wirken sich auf nahezu alle Industriezweige des Landes aus.

Nach Berechnungen des Nomura Research Institute könnte der wirtschaftliche Schaden im Jahresverlauf auf bis zu 17 Milliarden Dollar anwachsen, sofern die Strafmaßnahmen nicht zeitnah aufgehoben werden.

China: Rohstoffe als wirtschaftliches und politisches Druckmittel

Auslöser für den aktuellen Konflikt mit Japan waren Äußerungen der japanischen Premierministerin Sanae Takaichi. Medienberichten zufolge erklärte sie im Dezember, ein militärisches Vorgehen des chinesischen Festlands gegen Taiwan könne für Japan eine existenzielle Bedrohung darstellen.

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Die nun verhängten Strafmaßnahmen sind Teil einer langfristig angelegten Rohstoffstrategie Pekings. Bereits in der Vergangenheit sahen sich sowohl die USA als auch europäische Staaten mit ähnlichen Einschränkungen konfrontiert. China kontrolliert rund zwei Drittel der weltweiten Produktion Seltener Erden und verfügt damit über ein wirkungsvolles geopolitisches Instrument. Wie groß die Abhängigkeit ist, zeigt ein Blick nach Deutschland. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes importierte die Bundesrepublik im vergangenen Jahr 4300 von insgesamt 5200 Tonnen Seltener Erden aus China.

Besonders kritisch ist die Lage bei einzelnen Elementen. Neodym, das unter anderem für die Herstellung leistungsstarker Magnete und für Batterietechnologien benötigt wird, stammt nahezu vollständig aus China. Gleiches gilt für Praseodym und Samarium, die ebenfalls zentrale Bestandteile moderner Schlüsseltechnologien sind.