Die Rettung des insolventen Herrenausstatters Wormland ist gescheitert. Allen rund 250 Mitarbeitenden und den Vermietern der Ladenflächen müsse gekündigt werden, teilte der Insolvenzverwalter Stephan Michels mit. Der vorläufige Gläubigerausschuss habe als entscheidende Instanz die Schließung von Wormland beschlossen.
Das Amtsgericht Osnabrück habe nun das Insolvenzverfahren über die Theo Wormland GmbH eröffnet. Die bestehenden acht Filialen werden nicht mehr geöffnet – mit Ausnahme von Hannover und Oberhausen. Über diese beiden Standorte solle der Abverkauf der bestehenden Warenbestände erfolgen.
Das Unternehmen, das erst ein Jahr zuvor aus einer Insolvenz gerettet worden war, hatte im November beim Amtsgericht Osnabrück erneut Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Grund für die Schieflage war vor allem die anhaltende Kaufzurückhaltung bei Herrenmode, hieß es damals. Der laufende Betrieb wurde zunächst fortgesetzt, die Mitarbeiter erhielten Insolvenzgeld der Arbeitsagentur.
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Wormland insolvent: Risiko für Gläubiger zu hoch
Nach Angaben des Insolvenzverwalters hatte es danach bei der Investorensuche auch mehrere Interessenten gegeben, die Angebote vorlegten. Allerdings sei keines davon annahmefähig gewesen. Hauptgrund sei die nicht gelösten Mietsituation gewesen. Soweit bekannt, habe es keine Einigungen zwischen den Interessenten und den Vermietern für die Übernahme aller oder einzelner Mietverhältnisse gegeben. Das Risiko sei den Gläubigern am Ende zu hoch gewesen.
Ein Abwicklungsteam werde nun die Schließung von Wormland organisieren. Soweit bestehende oder neu hinzukommende Interessenten sich doch mit den Vermietern der Filialen einigen, könnten aber weiterhin Gespräche zur Übernahme der Standorte geführt werden, so der Insolvenzverwalter.
daw, dpa


