Polizeieinsatz bei Elon Musk in Frankreich: Wie unter anderem die BBC berichtet, hat die Pariser Staatsanwaltschaft die dortigen Büros der Social-Media-Plattform X durchsuchen lassen. Eine Cyber-Crime-Einheit der Polizei befinde sich im Einsatz, hieß es von der Strafverfolgungsbehörde in einem X-Post. Demnach gehe es um Ermittlungen, die vor rund einem Jahr aufgenommen wurden. Auslöser waren Beschwerden über den Algorithmus von X und die Inhalte, die dieser den Nutzerinnen und Nutzern vorschlägt.
Wie die „Bild“ berichtet, stehen die Maßnahmen im Zusammenhang mit Ermittlungen zu kinderpornografischen Inhalten, Deepfakes und weiteren möglichen Straftaten im Netzwerk. Im Zuge des Verfahrens sei auch US-Tech-Milliardär Elon Musk für den 20. April zu einer freiwilligen Anhörung in Paris geladen worden. Zudem sollen mehrere Mitarbeiter der Plattform im April als Zeugen vernommen werden.
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Razzia bei Elon Musks Plattform X: Behörden werfen „manipulierte Algorithmen“ vor
Die Staatsanwaltschaft teilte weiter mit, dass sowohl Musk als auch die ehemalige CEO der Plattform, Linda Yaccarino, zu Anhörungen im April vorgeladen worden seien. X selbst hat sich zu der Razzia noch nicht geäußert, hieß es bei der BBC. In der Vergangenheit bezeichnete das Unternehmen die französischen Ermittlungen aber als Angriff auf die Meinungsfreiheit.
Die Anhörungen sollen am 20. April in Paris stattfinden. Mitarbeiter der Plattform sollen in der Woche vom 20. bis 24. April als Zeugen angehört werden.
Laut der Staatsanwaltschaft drehten sich die Ermittlungen darum, inwieweit X sich an französische Gesetze hält. Demnach habe man die Anstrengungen in der Sache im Juni 2025 ausgeweitet, als bekannt wurde, dass auf X sexualisierte Inhalte von Frauen gegen deren Einwilligung verbreitet werden.
Den Stein ins Rollen gebracht hatte aber ein französischer Abgeordneter. Er verdächtigte die Plattform, ihren Algorithmus manipuliert zu haben, sodass Inhalte systematisch verzerrt würden. Die Staatsanwaltschaft prüft dies. Nach französischem Recht kann es illegal sein, die automatisierte Datenverabreitung eines Systems gezielt zu beeinflussen.
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KI-Chatbot Grok leugnete den Holocaust
Auch die grassierende Holocaust-Leugnung auf der Plattform ist der französischen Justiz ein Dorn im Auge. So hatte der X-eigene KI-Chatbot Grok vorübergehend die nazideutschen Gaskammern im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau als „Desinfektionsanlagen“ bezeichnet, eine in neonazistischen und rechtsextremen Kreisen gern verbreitete Lüge. Millionen Menschen hatten den Post aufgerufen.
Schließlich will Frankreichs Justiz noch herausfinden, ob über X „ausländischer Einfluss“ genommen wird. Französische Menschenrechtler und Anti-Diskriminierungsgruppen haben dazu Beschwerden gegen Grok eingelegt. Der Chatbot leugne „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“.
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Die Pariser Staatsanwaltschaft teilt zuletzt mit, man werde X verlassen. Informationen wolle man künftig über LinkedIn und Instagram verbreiten.
pcl/les





