Nach großen Entlassungswellen bei Tech-Giganten wie Amazon, Meta, Microsoft oder Verizon folgt nun das US-Fintech-Unternehmen Block. Immer mehr Unternehmen entlassen ihre Mitarbeiter und ersetzen sie durch immer leistungsfähigere KI-Tools. Jetzt hat Block-CEO Jack Dorsey angekündigt, dass fast die Hälfte der Block-Mitarbeitenden gehen muss. Wie er auf X mitteilte, betrifft das rund 4000 von insgesamt etwa 10.000 Beschäftigten.
Dorsey begründet die Entscheidung mit dem rasanten technischen Fortschritt der „intelligenten Tools“ und prophezeit, dass viele Unternehmen bald folgen werden. Die Börse reagierte prompt: Die Aktien von Block stiegen nach der Ankündigung um etwa 24 Prozent.
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KI verändert Arbeitsmarkt: Block setzt künftig auf kleinere Teams
Block, ehemals Square, ist ein US-Fintech-Unternehmen von Twitter-Mitgründer Jack Dorsey. Ursprünglich für mobile Bezahlterminals gegründet, bietet Block heute verschiedene Finanzdienste und digitale Bezahlplattformen an, darunter die Cash App und Square. 2023 soll das Unternehmen Zahlungen in Höhe von über 200 Milliarden US-Dollar abgewickelt haben, wie aus dem offiziellen Geschäftsbericht hervorgeht. „Unser Geschäft läuft gut. Der Bruttogewinn wächst weiter“, betont der CEO auf X.
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Der Grund für die Entlassungen sei ein anderer. „Ein deutlich kleineres Team kann mit den von uns entwickelten Tools mehr und bessere Ergebnisse erzielen. Und die Leistungsfähigkeit unserer Analysetools wächst wöchentlich rasant“, schrieb Dorsey in seinem Post. Auch Finanzchefin Amrita Ahuja sieht Zukunft in den neuen Technologien: Künftig wolle Block mit hoch qualifizierten Teams, die KI verstärkt nutzen, noch schneller und automatisierter arbeiten, betonte sie in einer offiziellen Mitteilung.
Dorsey warnt zudem, dass viele Unternehmen bereits „zu spät dran“ seien: „Innerhalb des nächsten Jahres werden die meisten Unternehmen meiner Meinung nach zum selben Schluss kommen und ähnliche strukturelle Veränderungen vornehmen“, heißt es in seinem X-Post. Welche Folgen dieser Trend für den globalen Arbeitsmarkt hat, bleibt vorerst ungewiss – so schnell, wie Stellen verschwinden, entstehen derzeit kaum neue Jobs.
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Slack bleibt offen – aber nur zum Abschied
Der Unternehmer betonte, wie leid ihm der Schritt tue, und bedankte sich ausdrücklich bei den Betroffenen für ihren Beitrag zum Erfolg des Unternehmens. Um den Übergang zu erleichtern, sollen die Entlassenen ein großzügiges Abfindungspaket bekommen: unter anderem 20 Wochen Gehalt, sechs Monate Krankenversicherung, 5000 Dollar verspricht ihnen der CEO – ihre Firmenlaptops dürfen sie ebenfalls behalten.
„Ich hatte zwei Möglichkeiten: Entlassungen über Monate oder Jahre hinweg, während sich dieser Wandel vollzieht – oder ehrlich zu sein, wo wir stehen, und jetzt zu handeln. Ich habe mich für Letzteres entschieden“, erklärt Dorsey. Die Block-Kontaktkanäle sollen vorerst offen bleiben: Die gekündigten Mitarbeiter sollen nicht sofort aus Slack oder den Firmenmails gelöscht werden, sondern Zeit für den Abschied und letzte Gespräche mit den Kollegen bekommen. Ein bisschen Abschiedskultur müsse schließlich sein.





