Thüringen muss in den kommenden Jahren mit weniger Steuereinnahmen auskommen als bisher erwartet. Nach der Mai-Steuerschätzung fallen die Einnahmen des Freistaats in diesem Jahr um 183 Millionen Euro niedriger aus als prognostiziert.
Im kommenden Jahr betrage das Minus 172 Millionen Euro, sagte Finanzstaatssekretär Julian Vonarb in Erfurt.
Finanzloch im Doppelhaushalt: Thüringen prüft weitere Einsparungen
Vor allem im kommenden Jahr könnte die Lage angespannt sein. Der laufende Doppelhaushalt enthalte bereits eine Finanzierungslücke von 210 Millionen Euro, die durch Einsparungen geschlossen werden müsse. Denkbar sei, dass „die Klaviatur aller möglichen Maßnahmen” eingesetzt werden müsse.
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Nach einem Nachtragshaushalt sehe es aus heutiger Sicht für 2027 eher nicht aus, sagte Vonarb auf Nachfrage.
Thüringen hat eine Haushaltsstrukturkommission eingesetzt, die die Ausgaben des Landes auf Einsparpotenzial untersucht. Erste Ergebnisse sollen im Herbst vorliegen.


