Bis zu 6000 Euro gibt der Staat nun Leuten dazu, die ein E-Auto kaufen. Das Angebot gilt für neue Fahrzeuge, die ab Anfang 2026 erworben wurden. Die Internetseite für die Förderung ist seit Dienstagmorgen in Betrieb.
Anträge stellen können Privatpersonen, keine Firmen. Es geht um vollelektrische Fahrzeuge mit Batterie, außerdem bestimmte Plug-in-Hybride und solche mit Reichweitenverlängerung. Die neuen Autos müssen erstmals in Deutschland zugelassen werden. Den Höchstbetrag erhalten Familien mit zwei oder mehr Kindern, die bis zu 45.000 Euro zu versteuerndes Jahreseinkommen erarbeiten. Antragstellerinnen und Antragsteller mit höchstens 90.000 Euro zu versteuerndem Jahreseinkommen bekommen bis zu 4000 Euro. Oberhalb dieser Grenze gibt es keine Zuschüsse.
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Förderung von E-Autos: Beantragung läuft ausschließlich digital ab
Ausgedacht hat sich die Details des Programms Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD), verwaltet wird es vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa), welches auch eine Hotline für die Fragen der Antragstellerinnen und Antragsteller betreibt. Man findet es hier.
Da die gesamte Prozedur ausschließlich digital abläuft, sind einige Hürden zu nehmen. Wer einen Antrag stellen will, muss zunächst ein Konto auf der Seite BundID eröffnen. Das ist ein staatliches Verfahren zur Online-Identifikation, das Zugang zu mehr und mehr öffentlichen Dienstleistungen ermöglichen soll. Bisher haben sich dort über fünf Millionen Nutzerinnen und Nutzer registriert. Um das Konto einzurichten, muss man den elektronischen Personalausweis verwenden oder sich mit dem Finanzamt-Zugang Elster anmelden.

Schließlich sind einige Unterlagen hochzuladen. Steuerbescheide dienen dazu, das Einkommen nachzuweisen. Informationen, die nicht gebraucht werden, kann man abdecken. Auch Personen, die kein zu versteuerndes Einkommen erwirtschaften, aber trotzdem Geld für ein neues E-Auto haben, können Anträge stellen. Benötigt werden ferner Belege über das Kindergeld und die Fahrzeug-Identifikationsnummer.

Neue Förderung: Nicht der erste Versuch, den Verkauf von E-Autos anzukurbeln
Es handelt sich hierzulande um den zweiten staatlichen Versuch, mittels individueller Zuschüsse mehr E-Autos auf die Straßen zu bringen. Die erste Welle wurde 2023 abgebrochen, weil sich die Ampelkoalition nicht darüber einigen konnte, weitere Mittel zur Verfügung zu stellen. Daraufhin brachen die Verkäufe von elektrischen Fahrzeugen in Deutschland ein. Nun geht es von vorn los.
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Drei Milliarden Euro stehen von 2026 bis 2029 bereit. Damit lassen sich etwa 800.000 Autos fördern, schätzt das Umweltministerium. Bis Mitte oder Ende 2028 müssten sich die Interessentinnen und Interessenten keine Sorgen machen, ob genug Geld vorhanden sei, heißt es. Aber irgendwann sind die Mittel dann auch weg. Ob die nächste Regierung das Programm verlängert, weiß man heute nicht.
„Wir tun mit diesem Förderprogramm etwas für die Umwelt, für die Autoindustrie und für die Haushalte, die sich sonst kein Elektroauto leisten könnten“, sagte Minister Schneider. „Elektromobilität ist unsere Chance, unabhängig zu werden von teurem Diesel und Benzin.“







