Mit mehr als 14.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von über 3,4 Milliarden Euro sind die Automobilzulieferer ein wirtschaftliches Schwergewicht in Thüringen.

Doch die Trendwende der Branche – hin zur Elektromobilität und zum autonomen Fahren – setzt auch die kleinen und mittelständischen Betriebe im Freistaat unter Druck. Hinzu kommen aktuell gestörte Lieferketten durch die Kriege weltweit und die in der Folge explodierten Energiekosten.

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Deutschland sei als Standort nicht mehr wettbewerbsfähig, warnen führende Wirtschaftsverbände und Ökonomen unisono. Das gilt natürlich auch für Thüringen. Erst jüngst haben wieder zwei Betriebe der Zulieferbranche im Freistaat das sprichwörtliche Handtuch geworfen und ihre Türen dauerhaft verschlossen.

Natürlich versuchen Wirtschaftsförderer und Arbeitsagenturen im Freistaat alles, um die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schnellstmöglich in neue Jobs zu vermitteln, doch nicht immer gelingt dies problemlos.

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Deshalb sind Firmenchefs der Zulieferer gut beraten, sich auf die Suche nach neuen Märkten und Kunden zu begeben. Sich breiter aufzustellen und ein Stück unabhängiger von den Schwankungen der Autoindustrie zu werden, muss das Ziel sein.

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Die Milliardenausgaben für die Landesverteidigung wecken in vielen Thüringer Firmen Begehrlichkeiten, ein Stück vom Kuchen abzubekommen. Dabei sollten aber traditionell starke Branchen im Freistaat nicht aus dem Blick geraten. Die Halbleiterfabriken in Erfurt und die Unternehmen der Optik und Photonik in und um Jena bieten ebenso Chancen wie der Maschinenbau. Potenzial ist vorhanden, es muss genutzt werden.

NEU FUNKE MEDIEN THÜRINGEN Bernd Jentsch
Bernd Jentsch über die Thüringer Automotive-Branche© TA | Marco Kneise