Insolventer Zulieferer Mitec und Ford schließen Vergleich

Eisenach.  Der Autobauer Ford und der insolvente Thüringer Zulieferers Mitec haben nach einem jahrelangen Rechtsstreit einen Vergleich geschlossen.

Der Firmensitz der Mitec Automotive AG. Der Autobauer Ford und der insolvente Thüringer Zulieferers Mitec haben nach einem jahrelangen Rechtsstreit einen Vergleich geschlossen.

Der Firmensitz der Mitec Automotive AG. Der Autobauer Ford und der insolvente Thüringer Zulieferers Mitec haben nach einem jahrelangen Rechtsstreit einen Vergleich geschlossen.

Foto: Martin Schutt / dpa

Ford und der insolvente Thüringer Zulieferers Mitec haben einen Vergleich geschlossen. Der frühere Mitec-Eigentümer Michael Militzer bestätigte am Sonntag auf Anfrage einen entsprechenden Bericht der „Welt am Sonntag“. Danach soll Ford rund zehn Millionen Euro an den Insolvenzverwalter von Mitec gezahlt haben. „Das ist die Zahl, um die es geht“, sagte Militzer der Deutschen Presse-Agentur.

Auch der Eisenacher Bevollmächtigte der IG Metall, Uwe Laubach, sagte auf Anfrage, er habe Kenntnis von einem Vergleich von Mitec und Ford. Zu Details wollte sich der Gewerkschafter jedoch nicht äußern.

Mitec-Gruppe war 2018 in finanzielle Schieflage geraten

Militzer, der lange Chef der Thüringer Branchenvereinigung der Automobilzulieferer war, bezeichnete die Vereinbarung zwischen dem Mitec-Insolvenzverwalter und dem Autobauer als Skandal. „Damit wird die Verletzung von Mitec-Rechten durch Ford kaschiert.“

Die Mitec-Gruppe mit Hauptsitz in Eisenach, die zeitweise mehr als 1000 Mitarbeiter beschäftigt hatte, war 2018 in finanzielle Schieflage geraten und musste Insolvenzantrag stellen. Zuvor lieferte sich Mitec einen mehr als zehnjährigen Rechtsstreit an mehreren Gerichten und über verschiedene Instanzen mit Ford. Grund war ein gekündigter Liefervertrag. Militzer hatte dem Autobauer immer wieder vorgeworfen, technische Details an dem betreffenden Mitec-Bauteil an Wettbewerber weitergegeben zu haben.

Das könnte Sie auch interessieren: