Der Jenaer Nahverkehr treibt die Modernisierung seines Straßenbahnfuhrparks voran. Nach der erfolgreichen Einwerbung von EU-Fördermitteln konnten neun zusätzliche Tramlink-Bahnen beim Hersteller Stadler in Auftrag gegeben werden. Die Produktion dieser Triebwagen hat nun begonnen, und ein Team des Jenaer Nahverkehrs hat sich in Valencia vor Ort von den Fortschritten überzeugt. Die Auslieferung und Inbetriebnahme der Fahrzeuge sind gestaffelt zwischen Herbst 2026 und Ende März 2027 geplant.
Moderne Tramlink-Bahnen ersetzen alte Straßenbahnmodelle
Bei den bestellten Modellen handelt es sich um „kurze“ Lichtbahnen mit einer Gesamtlänge von 32 Metern. Sie bieten Platz für 58 sitzende und 122 stehende Fahrgäste und verfügen über zwei Multifunktionsbereiche, die je vier Rollstühle oder Kinderwagen aufnehmen können. Wie alle Tramlink-Fahrzeuge sind sie vollständig barrierefrei und zeichnen sich durch ein großzügiges, modernes Innenraumkonzept, digitale Fahrgastinformationssysteme sowie einen besonders energieeffizienten Betrieb aus.
Mit der Anlieferung dieser neun Bahnen wird die Modernisierung des Jenaer Straßenbahnfuhrparks im kommenden Jahr abgeschlossen. Damit können die letzten 33 älteren GT6M-Bahnen vollständig durch die insgesamt 33 modernen Tramlink-Fahrzeuge ersetzt werden.
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Fördermittel sichern Finanzierung neuer Lichtbahnen in Jena
Die Finanzierung dieser jüngsten Beschaffung wurde Ende 2023 durch Zusagen des Thüringer Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft ermöglicht. Für die Gesamtkosten von rund 34 Millionen Euro erhält der Jenaer Nahverkehr etwa 16 Millionen Euro an Fördermitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und dem Landeshaushalt Thüringens.
Seit 2023 hat der Jenaer Nahverkehr bereits 16 siebenteilige, „lange“ Lichtbahnen (42 Meter Länge, 80 Sitz- und 161 Stehplätze, drei Multifunktionsbereiche für vier Rollstühle/Kinderwagen) sowie acht der „kurzen“ Lichtbahnen in Betrieb genommen. In diese ersten 24 Fahrzeuge wurden insgesamt rund 92 Millionen Euro investiert, wovon etwa 46 Millionen Euro aus EFRE- und Landeshaushaltsmitteln stammten. Der Nahverkehr hat ein kurzes Video vom Werkstattbesuch in Valencia veröffentlicht.
red



