Das Zellstoffwerk Mercer Rosenthal hat am Freitag seine Produktion eingestellt. Damit kann die jährlich stattfindende Großreparatur beginnen, die voraussichtlich bis zum 30. September 2026 andauert.
„Während dieser Zeit stehen an den Anlagen wichtige Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen an, um die Betriebssicherheit, Zuverlässigkeit und Umweltverträglichkeit des Standorts zu gewährleisten“, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.
Abwasserreinigung läuft weiter
Neben den routinemäßigen Arbeiten sollen verschiedene Einzelprojekte umgesetzt werden. Dazu gehören der Austausch eines Verdampferelements sowie die bauliche Erneuerung des Daches über der Zellstoffentwässerungsmaschine, welches teilweise ausgetauscht wird. „Mit Ausnahme der hauseigenen Abwasserreinigungsanlage, die ohne Unterbrechung weiterläuft, werden die technischen Anlagen für die Dauer der Arbeiten außer Betrieb genommen“, so das Unternehmen.
Ein Teilbereich der Holzvorbereitung werde den Betrieb bereits früher wieder aufnehmen. Demnach läuft die Hackerei voraussichtlich ab dem 17. September wieder an. Mercer Rosenthal erwartet, dass die Arbeiten keine Beeinträchtigungen über das Werksgelände hinaus verursachen werden. Dennoch ließe sich technisch nicht vollständig ausschließen, dass es insbesondere während der Ab- und Anfahrprozesse der Anlagen zu kurzzeitigen Lärm- oder Geruchsemissionen kommt. „Das Unternehmen ergreift alle verfügbaren Maßnahmen, um diese vorsorglich zu vermeiden und eventuell auftretende Emissionen schnellstmöglich zu unterbinden“, so die Zusicherung.
Jährlich 360.000 Tonnen Zellstoff
Mit der jährlichen Großreparatur werde die langfristige Effizienz und Betriebssicherheit des Standorts Blankenstein gesichert, erklärt die Geschäftsleitung. „Wir bitten die Anwohnerinnen und Anwohner sowie die umliegenden Gemeinden um Verständnis für die anstehenden Arbeiten.“
Mercer Rosenthal produziert Kraftzellstoff, Rohstoff für die Papier- und Tissueproduktion. Mit einer jährlichen Produktionskapazität von 360.000 Tonnen beliefert das Unternehmen hauptsächlich Kunden in Deutschland und Italien. Der Großteil des Zellstoffs wird per Bahn transportiert. Neben dem hochwertigen Zellstoff produziert Mercer Rosenthal Bioprodukte wie Tallöl und Lignin. Das Unternehmen betreibt außerdem das größte Biomassekraftwerk Thüringens, das mit einer thermischen Leistung von 413 Megawatt und einer elektrischen Leistung von 57 Megawatt einen bedeutenden Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung leistet.


