Zusammenfassung
- Entdecke das innovative 'Neue Weimarer Bild', das deutsche und französische Kartensymbole vereint und das Kartenspiel revolutioniert.
- Erfahre, wie der passionierte Kartenspieler Matthias Opatz und Illustrator Matthias Seifert ein fröhliches und modernes Kartenbild geschaffen haben.
- Erhalte Einblicke in die kreative Umsetzung durch den Weimarer Verleger Steffen Knabe und die Präsentation auf der Leipziger Buchmesse.
Herz ist Herz, aber Grün ist Pik, Eichel ist Kreuz und die Schellen aus dem deutschen werden im französischen Kartenbild durch Karos ersetzt. „Und jedes Mal entbrennt unter Kartenspielern die Grundsatzfrage – mit welchem Bild spielen wir“, erklärt der passionierte Kartenspieler Matthias Opatz aus Weimar. Um die Frage endgültig zu klären, hat er das „Neue Weimarer Bild“ erfunden. Denn im heimischen Wohnprojekt, in dem Menschen aus allen Teilen Deutschlands ihr Zuhause gefunden haben, steht die Frage regelmäßig auf der Tagesordnung. Während in Thüringen und im gesamten mittel- und süddeutschen Raum gern mit dem deutschen Kartenbild gespielt wird, bevorzugen Spieler aus anderen Gegenden das französische Blatt. Die Idee von Matthias Opatz ist verblüffend simpel wie praktikabel: „Während die linken Ecke das deutsche Symbol ziert, ist in der rechten Ecke das französische Pendant abgedruckt. Und je nachdem, ob man seine Karten nach links oder rechts auffächert, sieht man das entsprechende Blatt.“

Modernes Blatt, dezent historisch - und praktikabel
Vor einigen Jahren schon verriet der 63-Jährige seine Idee den Altenburger Skat-Profis, doch die sahen dafür keinen Bedarf, zumal es schon die Kongresskarte gäbe: Auf der ist eine Hälfte im deutschen, die andere Hälfte im französischen Stil gestaltet. „Das ist aber unpraktisch“, urteilt Opatz. „Bei jedem Aufnehmen muss man die Karten einzeln auf der Hand sortieren. Das passiert mit dem Weimarer Blatt nicht.“

Glücklicherweise war auch ein angesehener Illustrator in das Wohnprojekt involviert – und Matthias Seifert, obwohl selbst kein großer Kartenspieler, fand an der Idee schnell Gefallen. Mit leichtem Strich zeichnete er ein heiteres, wiedererkennbares Spiel. Was gar nicht so einfach war, wie es klingt. „Passionierte Kartenspieler sind Gewohnheitsmenschen, die lieben ihre Blätter.“ Entstanden ist ein fröhliches Kartenbild, dezent historisch, aber modern und locker. Ob Bube, Dame, König oder As, in jedem Bild verstecken sich zudem putzige Zwei- oder Vierbeiner.

In der Skat-Hochburg Altenburg gedruckt
Der Weimarer Verleger Steffen Knabe, der für seine ungewöhnlichen Projekte – Bücher, Spiele, Andenken – bekannt ist, übernahm die Realisation, zumal ihm die Idee eines lokalen Kartenblatts sehr gefiel. „Ich finde es immer spannend, verschiedene Sachen zusammenzuwerfen. Ich kenne tatsächlich auch den Streit unter Kartenspielern über das richtige Bild und war von der Idee gleich begeistert“, so Verleger Knabe. „Das ist schon ungewöhnlich – und für ungewöhnliche Sachen bin ich immer zu haben.“
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Dieser Tage ist das Kartenspiel mit dem „Neuen Weimarer Bild“, gedruckt natürlich in der Skat-Hochburg Altenburg, für 7,99 Euro erschienen, in Leipzig wird es auf der aktuellen Buchmesse präsentiert und demnächst soll es vor allem, aber nicht nur, in Weimar erhältlich sein. Damit es künftig überall weniger Streit gibt.
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Infos unter skat.tourist-verlag.de oder hier.





