Neun Monate bei der bisher unbekannten Großmutter einziehen, um im Gegenzug genug Geld fürs College zu erhalten? Kurz zögert Sawyer, aber dann nimmt sie das Angebot an. Schließlich bietet es ihr Gelegenheit, nach achtzehn Jahren ihre Familie kennenzulernen – und ihren Vater zu finden.
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Vier Männer stehen zur Auswahl, das zeigen Markierungen auf einem alten Gruppenfoto ihrer Mutter. Aber bevor Sawyer auch nur dazu kommt, erste Nachforschungen anzustellen, wird sie von ihrer Cousine Lily in ganz andere Schwierigkeiten verstrickt. So schick die Welt der Reichen nach außen doch wirkt, hinter den Kulissen ziehen so einige Personen gezielt die Fäden, und scheuen nicht vor Erpressung oder Einbruch zurück.
Trockener Humor und erfrischend wenig Romanzen
Während die Grundidee von „Little White Lies“ nicht neu ist – Mädchen aus einfachen Verhältnissen landet plötzlich bei ihrer reichen Familie und deckt Geheimnisse auf – kommt beim Lesen dennoch keine Langeweile auf. Das liegt vor allem an der Hauptfigur, denn Sawyer geht die Welt der Teepartys und Tanzbälle mit trockenem Humor an und scheut sich nicht vor Konfrontationen.

Zwar gibt es auch einige romantische Entwicklungen, allerdings stehen diese nicht im Mittelpunkt –sehr angenehm für ein Jugendbuch. Vielmehr geht es um eine Gruppe von vier Mädchen und ihre teils komplizierten Beziehungen zueinander. Und Sawyer merkt, dass die Suche nach ihrem Vater vielleicht weniger wichtig ist als der Versuch, ihre Cousine und Großmutter besser kennenzulernen.
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Es gibt so einige überraschende Wendungen, sodass bis zum Ende die Neugierde bestehen bleibt: Was ist wirklich passiert? Nicht alles klärt sich in diesem Band auf, zum Glück wird der zweite Teil bereits im November dieses Jahres erscheinen. Unter dem Titel „Deadly Little Scandals“ wird Jennifer Lynn Barnes dann auch die letzten Geheimnisse lüften.

„Little White Lies“ von Jennifer Lynn Barnes, übersetzt von Ivana Marinović, cbt/Penguin Random House, 448 Seiten, 16,00 Euro, ab 14 Jahren.




