Molly ist temperamentvoll, kann gut kochen und schießen und steckt mit ihrem Restaurant tief in den Schulden. Ihr Vater kann ihr nicht helfen, er will sich am Banditen rächen, der seine Frau gestohlen hat. Praktisch, dass da plötzlich ein ebensolcher Bandit in die Wüstenstadt stolpert und sich Hals über Kopf in Molly verliebt. Oder bringt das sogar noch mehr Ärger mit sich?

Romantische Gefühle entwickeln sich plötzlich und sehr schnell

Beschimpfungen, Waffengebrauch und Brutalität sind in „Western Love“ keine Seltenheit – das kennt man schon von Lucky Luke sowie von Bud Spencer und Terence Hill. In der Geschichte von Augustin Lebon geht es allerdings deutlich mehr um die Liebe und es gilt einige Geheimnisse aufzuklären. Jedoch wirken die Schwärmereien gleich mehrerer Frauen für den Protagonisten übereilt. Er wird von seinem Umfeld als schmuddelig, stinkend und seltsam beschrieben, sich selbst stellt er als „Schönling“ vor – charakterliche Qualitäten werden nur oberflächlich thematisiert.

Wie ein Bandit eine rothaarige Köchin verführt

Western Love
Molly weiß sich zu wehren: Irgendwann reichen ihr die Flirtversuche des „Schönlings“. Sie schmeißt den Mann wütend aus ihrem Restaurant.© Splitter
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Das Cover des ersten Bands von "Western Love" mit dem Titel „Der Rotschopf und der Schönling“.© Splitter
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In der Graphic Novel "Western Love" geht es um einen Banditen, der sich selbst als "Schönling" vorstellt und sich in eine rothaarige Köchin verliebt. Molly ist allerdings nicht nur mit dem Kochlöffel begabt.© Splitter-Verlag | Splitter
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Molly steckt mit ihrem Restaurant in den Schulden und sucht zu Beginn der Geschichte nach einer Lösung für ihr Restaurant.© Splitter
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Bei ihrem nächsten Treffen hat der "Schönling" ein kleines Geschenk für Molly dabei. Ein Kaktus ist schon ein eigentümliches erstes Geschenk, doch manchmal sind es eben kleine Gesten, die zählen. © Splitter
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Der Sheriff hat allerdings nicht nur die nächtliche Sicherheit einer Anwohnerin im Sinne. Er bietet Molly an, ihn zu heiraten, um aus den Schulden zu kommen.© Splitter
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In einem Western darf es natürlich auch nicht an mindestens einer Schießerei fehlen. Molly zeigt hier, dass sie nicht nur mit dem Kochlöffel gut umgehen kann.© Splitter

In „Western Love: Der Rotschopf und der Schönling“ findet sich viel Potenzial für eine spannende, lustige und romantische Geschichte. Der Zeichner versteht sein Handwerk, besonders was die actionreichen Szenen betrifft. Bei den Schießereien dürften also Western-Fans auf ihre Kosten kommen.

Tiefgang sollte man allerdings bei dem kurzweiligen Abenteuer nicht erwarten. Durch die schnelle Handlungsabfolge kann man sich nur schwer in die Charaktere hineindenken. Was aber interessante Möglichkeiten für den zweiten Band offenlässt.

Augustin Lebon: Western Love 1: Der Rotschopf und der Schönling, Splitter-Verlag, 56 Seiten, 17 Euro

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