Diese Regionen profitieren von zusätzlichen Beatmungsgeräten

Gera.  Thüringen hat 780 zusätzliche Geräte geordert. Die ersten 49 davon sollen in der Woche nach Ostern eintreffen.

Beatmungsgeräte in einer Klinik.

Beatmungsgeräte in einer Klinik.

Foto: Uwe Anspach / dpa

Thüringen erwartet in der Woche nach Ostern die erste Lieferung von den 780 bestellten Beatmungsgeräten durch den Hersteller. Zu der ersten Charge der durch den Bund beschafften Technik gehören 49 Geräte und acht Patientenmonitore, teilte das Thüringer Gesundheitsministerium auf Anfrage unserer Zeitung mit. Alle aktuellen Entwicklungen im kostenfreien Corona-Liveblog.

Schwerpunkt nach Zahl der Erkrankten mit schweren Verläufen

„Entsprechend der aktuellen Situation wurden Schwerpunkte auf Kliniken in Ostthüringen, vor allem im Saale-Orla-Kreis und der umliegenden Region, sowie auf Kliniken in Mittel- und Nordthüringen gelegt“, sagt Katharina Knoll vom Gesundheitsministerium. Maßgeblich für die Entscheidung seien die Zahl der Erkrankten, insbesondere schwere Verläufe mit stationärer Aufnahme und Beatmung.

Das Ministerium beruft sich auf Herstellerangaben, dass alle Geräte für Covid19-Patienten geeignet sind. In der Lieferung enthalten ist ein High-End-Intensiv-Beatmungsgerät, insbesondere für die invasive Beatmung von multimorbiden Covid19-Patienten. Zwölf Beatmungsgeräte seien für die invasive Langzeitbeatmung von Covid19-Patienten geeignet. Die Charge umfasst auch 36 einfachere Beatmungsgeräte, die aber laut Ministerium alle für Covid19-Patienten absehbar notwendigen Beatmungstechniken abdecken. Sie seien vor allem für die nichtinvasive Beatmung geeignet, aber invasive Beatmung sei ebenfalls möglich, so Knoll. Diese Geräte könnten durch medizinisches Personal nach relativ einfacher Schulung eingesetzt werden.

Lieferung weiterer Geräte noch nicht terminiert

Der Bund teilt den Ländern aus seiner Beschaffung Kontingente zu. Wann weitere Kontingente folgen, habe der Bund noch nicht mitgeteilt. Im März hatte Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) angekündigt, dass Thüringen die Ausrüstung beschaffen möchte, um die Zahl der Intensivbetten in den Krankenhäusern zu erhöhen. Ziel sei, die Bettzahl auf den intensivmedizinischen Stationen von 650 auf 1400 auszubauen. Die Kliniken haben zusätzliche Kapazitäten geschaffen, allerdings ist die Auslastung bislang in den meisten Einrichtungen gering geblieben.