Notfall

Ein Herzinfarkt schmerzt oft nicht nur im Brustkorb

Bei einem Verdacht auf einen Herzinfarkt sollte man keine Scheu haben, den Rettungsdienst zu rufen.

Bei einem Verdacht auf einen Herzinfarkt sollte man keine Scheu haben, den Rettungsdienst zu rufen.

Foto: Benjamin Nolte/dpa-tmn

Frankfurt/Main (dpa/tmn)  Bei einem Herzinfarkt ist schnelle Hilfe ein Muss. Aber dafür muss man erstmal erkennen, dass die Lage brenzlig ist. Diese Anzeichen sind typisch.

Er ist ein Fall für den Notruf 112: Denn ein Herzinfarkt kann im schlimmsten Fall mit dem Tod enden. Schnell erkennen und Hilfe holen - das ist ein Muss.

Typisch für einen Herzinfarkt sind laut der Deutschen Herzstiftung starke Schmerzen, die länger als fünf Minuten dauern. In aller Regel sitzen sie im Brustkorb, oft hinter dem Brustbein. Der Schmerz wird von Betroffenen etwa als brennend oder drückend beschrieben. Oft haben sie das Gefühl, dass ihnen in der Brust ganz eng ist.

Von Mensch zu Mensch unterschiedlich

Doch es ist oft nicht nur der Brustkorb: Auch Schmerzen zwischen den Schulterblättern oder im oberen Teil des Bauches können auf einen Herzinfarkt hindeuten. Und oft tun auch Arme oder Hals weh, weil die Schmerzen ausstrahlen.

Wichtig zu wissen: Ein Herzinfarkt kann sich ganz unterschiedlich äußern. Bei Älteren etwa ist der Brustschmerz möglicherweise weniger ausgeprägt, so die Deutsche Herzstiftung.

Bei Frauen können auch Atemnot, Übelkeit, Erbrechen, Benommenheit und Schwitzen auf einen Herzinfarkt hindeuten - übrigens auch ohne den starken Schmerz im Brustraum.