Ein Luchs gesichtet im Wald bei Gerstungen

Gerstungen  Jäger trifft direkt auf das scheue Raubtier und fotografiert es

Dieses Foto wurde am Freitag als Beleg für die Anwesenheit des Tieres verbreitet.

Dieses Foto wurde am Freitag als Beleg für die Anwesenheit des Tieres verbreitet.

Foto: Forstamt

In einem Wald bei Gerstungen ist es erstmals gelungen, einen Luchs zu fotografieren. Ein auswärtiger Jäger habe das Raubtier im Revier Kohlbach abgelichtet, informierte das Forstamt Eisenach-Marksuhl am Freitag. Kurios sei die Begegnung, die nicht näher datiert wurde, verlaufen.

Als der Jäger in seine überdachte Jagdkanzel geklettert sei, habe er festgestellt, dass sie bereits besetzt war – von dem Luchs. „Diese Verhaltensweise hat man schon bei Luchsen im Harz beobachtet“, schilderte Forstamtsleiter Ansgar Pape. Luchse nutzen demnach Hochstände gern als Aussichtsplattformen. Beide – Mensch und Tier – seien erschrocken gewesen. Der Luchs habe mit einem Sprung das Weite gesucht. Forstleute hätten schon länger vermutet, dass ein Luchs in der Gegend lebt, schilderte Pape weiter. Sie hätten wiederholt gerissene Rehe gefunden, die das vermuten ließen. Pape vermutet, dass der Luchs aus dem Bereich Kaufunger Wald oder Seulingswald eingewandert sein könnte.

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