Reisebüros fordern in Gera Rettungsschirm und Soforthilfen

Gera.  Mehr als 40 Reisebüro-Besitzer und Kleinveranstalter haben am Mittwoch vor dem Kultur- und Kongresszentrum in Gera für ein staatliches Soforthilfepaket demonstriert.

Über 40 Touristiker haben am Mittwochl demonstriert, um auf ihre bedrohliche finanzielle Situation hinzuweisen.

Über 40 Touristiker haben am Mittwochl demonstriert, um auf ihre bedrohliche finanzielle Situation hinzuweisen.

Foto: Peter Michaelis

Über 40 Touristiker von mehr als 20 Reisebüros aus Gera und der Region haben am Mittwoch bereits zum zweiten Mal demonstriert, um auf ihre bedrohliche finanzielle Situation hinzuweisen. Die Teilnehmer forderten auf der Fläche vorm Kultur- und Kongresszentrum mehr staatliche Unterstützung zum Überleben. Alle aktuellen Entwicklungen im kostenlosen Corona-Liveblog.

„Viele Grüße nach Berlin mit viel Unterstützung aus Gera“, sagte Organisatorin und Reisebüro-Geschäftsführerin Silke Punthöler-Aydin unmittelbar nach der Veranstaltung der Deutschen Presse-Agentur.

Mit einem Reisebus, einem bunt bemalten Pkw sowie Musikbegleitung sendete die Branche deutliche Signale im Überlebenskampf. Die Grenzschließung bis Mitte Juni gefährde viele Kleinunternehmer. „Wir werden mindestens sechs Monate keinerlei Umsätze mit den Verkauf von Reisen generieren können. Ein Ende ist leider nicht in Sicht und bedeutet, dass wir völlig unverschuldet bis ca 90 Prozent Umsatzeinbuße im Jahr 2020 haben werden“, meinte Punthöler-Aydin.

Daher forderten die Teilnehmer der Demonstration, die nur für 50 Personen genehmigt war, unter anderem eine „Soforthilfe in Form von rückzahlungsfreien Finanzhilfen, gemessen an der Größe des Unternehmens und der Anzahl der Mitarbeiter“, betonte die Organisatorin.

Die Tourismusbranche hat es durch die Corona-Pandemie besonders hart getroffen und ein Ende der Krise ist trotz wieder geöffneter Reisebüros nicht in Sicht.