Jungbären

Zwillinge: Erstmals Panda-Babys in Deutschland geboren

Berlin.  Erstmals sind in Deutschland Pandas geboren worden. Der Berliner Zoo hatte gleich doppelten Grund zur Freude: Es sind Zwillings-Bären.

Im Berliner Zoo hat Panda-Dama Meng Meng zwei Panda-Babys zur Welt gebracht.

Im Berliner Zoo hat Panda-Dama Meng Meng zwei Panda-Babys zur Welt gebracht.

Foto: Zoo Berlin / dpa

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Erstmals sind in Deutschland Panda-Babys geboren worden: Im Berliner Zoo erblickten Zwillinge der Bärenart am Samstagabend das Licht der Welt. „Meng Meng ist Mama – und das gleich doppelt! Wir sind so glücklich, uns fehlen die Worte!“, teilte der Zoo am Montagmorgen via Twitter mit.

Das erste Panda-Baby kam um kurz vor 19 Uhr zur Welt, eine Stunde später folgte das Geschwister-Jungtier. Die sechsjährige Panda-Mutter Meng Meng habe die Geburt gut verkraftet, teilte der Zoo mit: „Obwohl es der erste Nachwuchs für unsere junge Panda-Dame ist, kümmert sie sich vorbildlich“, sagte Tierarzt und Zoo- und Tierpark-Direktor Andreas Knieriem.

Panda-Babys im Zoo Berlin sind munter und fidel

Schon nach der Geburt des ersten, 186 Gramm schweren, Jungtiers habe sich die Mutter vorbildlich verhalten und ihren Nachwuchs auf ihren Bauch gelegt, wo sie ihn mit ihrem Atem, ihren Tatzen und dem Fell ihrer Wangen gewärmt habe. „Anfangs müssen die Jungtiere ungefähr alle zwei bis drei Stunden trinken, die wärmende Nähe der Mutter ist wichtig damit die Kleinen nicht auskühlen“, erklärte Knieriem.

Das zweite Panda-Baby brachte 136 Gramm auf die Waage, die Geschlechter beider Jungtiere konnte laut Zoo bisher noch nicht bestimmt werden. Die Panda-Babys, die dem schwarz-weiß gefleckten Muttertier mit ihrem rosafarbenen Erscheinungsbild samt zarten Flaum und überproportionalem Schwanz noch nicht ähneln, seien laut Zoo bereits quickfidel und machten durch lautes Quietschen auf sich aufmerksam. Meng Meng trug ihren Nachwuchs 147 Tage lang aus.

Normalerweise ziehen Pandas nur ein Jungtier auf

Es ist nach früheren erfolglosen Versuchen mit anderen Paaren die erste Panda-Geburt in Deutschland. Meng Meng und das neunjährige Männchen Jiao Qing leben seit Sommer 2017 im Berliner Zoo. Die beiden Pandas sind eine Leihgabe Chinas und stammen aus einem Reservat in Chengdu.

Da Große Pandas bei Zwillingsgeburten in der Regel nur ein Jungtier aufziehen, habe sich der Zoo Berlin in Abstimmung mit den chinesischen Experten der Chengdu Research Base of Giant Panda Breeding dazu entschlossen, Meng Meng aktiv bei der Aufzucht zu unterstützen: „Nur noch 1864 ausgewachsene Große Pandas gibt es im natürlichen Lebensraum. Damit trägt jedes einzelne Jungtier bedeutend zur Erhaltung der gesamten Tierart bei“, sagte Knieriem.

Auch in Paris wurden vor zwei Jahren Panda-Zwillinge geboren, das ältere Baby überlebte aber nicht.

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Für Zoobesucher sind die Jungbären noch nicht zu sehen

Die Jungtiere sind abwechselnd alle zwei bis drei Stunden bei ihrer Mutter, die restliche Zeit verbringen sie in einem Inkubator. Die Zoobesucher müssen sich allerdings noch gedulden, bis sie den Nachwuchs zu Gesicht bekommen. Zunächst werden die Jungbären von den Veterinären und Zoomitarbeitern aufgezogen. Pandadame Meng Meng hatte im Zoo schon einmal für Aufsehen gesorgt: sie lief immer rückwärts.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) zeigte sich in einer Stellungnahme des Zoos erfreut: „Was für eine großartige Nachricht! Ganz Berlin freut sich über diese beiden Neuankömmlinge und ich gratuliere Andreas Knieriem und seinem Zoo-Team ausdrücklich.“

(dpa/tki)

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